Seven-One Media Vermarkter plant trotz WM-Loch Wachstum

Freitag, 18. Juli 2014
Seven-One-Media-Chef Thomas Wagner (Bild: P7S1)
Seven-One-Media-Chef Thomas Wagner (Bild: P7S1)
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Des einen Freud ist des anderen Leid: "Die gute Botschaft ist: die WM ist vorbei! Sie war bis zuletzt spannend und quotenzehrend - das war unser Beitrag für Deutschland und ab jetzt geht es quotentechnisch nur noch nach oben", sagte Thomas Wagner Thomas Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Seven-One Media, schmunzelnd beim Screening des Vermarkters in München, mit Blick auf die Quoten.
Bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft lag die Gruppe mit ihren Sendern noch bei 28,7 Prozent Marktanteil, zum 30. Juni waren es dann nur noch 28 Prozent. ARD und ZDF hatten mit der Übertragung der Spiele Rekordquoten von in der Spitze bis zu 90 Prozent eingefahren - zu Lasten der privaten Kanäle. "Ab jetzt geht es quotentechnisch nur noch nach oben", gibt sich Wagner deshalb optimistisch und verweist auf den positiven Trend, der sich vor allem aus der Gründung der neuen Sender P7 Maxx und Sat 1 Gold speist.

Wirtschaftlich wird sich die WM im 2. Quartal vermutlich weniger starke Spuren hinterlassen, als bei den Quoten. Zum einen lag Ostern 2014 im April. Zum anderen gab es auch bei diesem Fußball-Großereignis ein starkes Front-Loading: Viele Werbungtreibende sind in den Mai ausgewichen und haben den WM-Zeitraum gemieden. Fürs gesamte Jahr rechnet Wagner daher unverändert mit einem Wachstum des TV-Marktes insgesamt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. "Das anhaltend positive Konsumklima stimmt uns auf Gesamtjahressicht zuversichtlich, unser Erlöswachstum fortsetzen zu können , so Wagner.

Seven-One Ad Factory-Chefin Sabine Eckhardt (Bild: P7S1)
Seven-One Ad Factory-Chefin Sabine Eckhardt (Bild: P7S1)
Einen steigenden Umsatzanteil steuert dazu die vor fünf Jahren gegründete Seven-One Ad Factory bei. AF-Chefin Sabine Eckhardt, die bei der SOM als Geschäftsführerin auch das Neugeschäft verantwortet, arbeitet mit mittlerweile rund 85 Mitarbeitern an individuellen Konzepten für die Kunden, die möglichst ganzheitlich aufgebaut sind. "Wir sind vom Produktvermarkter zum Konzeptvermarkter geworden", sagt sie. Es gehe vor allem darum, Geschichten für die Marke zu erzählen und das Angebotsportfolio der SOM darauf abzustimmen. Vergangenes Jahr hat die Ad Factory rund 300 Konzepte aufgesetzt.

Haben anfangs vor allem große Kunden auf die Dienstleistungen zugegriffen, sind es jetzt auch viele Neukunden, die ihre ersten Schritte im TV machen. Darunter auch viele aus den Bereichen Mode und Beauty, die bislang vor allem in Print geworben haben. Für TV als Gattung ist Wagner daher grundsätzlich positiv gestimmt. Er geht davon aus, dass der Wert von TV-Werbung weiter steigt - auch wenn die Netto-Reichweiten sinken sollten. In dem sich immer stärker fragmentierenden Markt würden absolut hohe Reichweiten immer wertvoller für die Werbungtreibenden. pap
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