Serien Spekulationen über die Zukunft der "Lindenstraße"

Freitag, 02. August 2013
Die "Lindenstraße" ist seit 1985 auf Sendung (Foto: WDR)
Die "Lindenstraße" ist seit 1985 auf Sendung (Foto: WDR)


Die "Lindenstraße" gehört zum festen Inventar der deutschen Fernsehlandschaft. Seit 1985 ist die ARD-Serie mittlerweile auf Sendung. Doch die Zuschauerzahlen gehen bereits seit Jahren kontinuierlich zurück. Nach Informationen der "Bild" gibt es nun Streit über die Kosten. Produzent Hans W. Geißendörfer will angeblich sogar zwei Folgen aus der eigenen Tasche bezahlen. Seit 28 Jahren ist die "Lindenstraße" inzwischen auf Sendung, doch die Zukunft der Serie ist offenbar unklar. Während die erste industriell produzierte deutsche Fernsehserie früher regelmäßig bis zu zehn Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte, sind es mittlerweile pro Folge nur noch rund 2,9 Millionen.

Angesichts der sinkenden Zuschauerzahlen sind dem WDR nun laut "Bild" die Produktionskosten in Höhe von rund 185.000 Euro pro Folge zu hoch. Erfinder und Produzent Hans W. Geißendörfer wehrt sich offenbar gegen eine mögliche Kürzungen des Produktionsetats und will im kommenden Jahr sogar zwei Folgen aus eigener Tasche finanzieren, die aus Kostengründen gestrichen werden sollten.

Außerdem will die ARD den 2014 auslaufenden Produktionsvertrag nur um ein weiteres Jahr verlängern, statt wie in der Vergangenheit um drei Jahre. "Wir haben keine Eile mit der Verlängerung," zitiert die "Bild" den WDR. Bei ihrer Sitzung am 23. August wollen die Intendanten der ARD offenbar auch über die Zukunft der "Lindenstraße" beraten. 2015 würde die Serie ihren 30. Geburtstag feiern. Kaum vorstellbar, dass die ARD in der "Lindenstraße" schon vorher die Lichter ausgehen lässt.

Update: Der WDR hat mittlerweile zu den Spekulationen über die Zukunft der Serie Stellung genommen: "Niemand muss sich Sorgen um die 'Lindenstraße' machen, die Fortführung der Serie steht nicht in Frage", teilte der Sender am Freitag mit. Wie es mit der Serie nach 2014 weitergeht, ließ der Sender aber offen: Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung für die Zeit nach 2014 würden "zu gegebener Zeit" geführt. Nach einem klaren Bekenntnis zur "Lindenstraße" klingt das nicht. dh
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