Screenforce Day 2015 Facebook - der überschätzte Kanal?

Donnerstag, 16. April 2015
Kein Freund von Facebook: Willibald Müller
Kein Freund von Facebook: Willibald Müller
Foto: Thomas Fedra
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Facebook Willibald Müller Goldbach Germany IP Deutschland


Sollten sich werbungtreibende Unternehmen in den sozialen Netzwerken respektive auf Facebook engagieren? Aus Sicht von Willibald Müller sprechen weder der Dialog zwischen Konsument und Marke noch die Reichweite dafür. Der frühere Companion-Partner, der kürzlich als CMO zu Goldbach Germany gewechselt ist, gilt als einer der heftigsten Facebook-Kritiker - und hat das auch auf dem Screenforce Day 2015 in Düsseldorf wieder unter Beweis gestellt.
Im Rahmen seines Vortrags "Too many friends? Die neue Realität der Kommunikation im Social Web" kommt er zu dem Schluss: "Der Dialog auf Augenhöhe auf Facebook ist eine Illusion." Müller ist der Ansicht, dass die massenhafte Kommunikation auf Facebook nicht funktionieren kann. Grund: "Die meisten User kommunizieren gar nicht." Müller präsentierte zudem eine Reihe von Zahlen, die Facebook schlecht aussehen lassen. Nach Angaben des Managers engagieren sich lediglich 0,2 Prozent der Abonnenten einer Marke so stark für das Label, dass sie Brand Advocats genannt werden können. Doch nicht nur das: Von diesen engagierten Usern arbeiten laut Müller rund 47 Prozent beim Fanpagebetreiber und sind also nur deshalb für die Marke aktiv, weil es ihr Job ist. Hinter 42 Prozent stünden die Kunden selbst. Lediglich 11 Prozent der engagierten User hätten keine persönliche Bindung zu der Marke.
„Der Dialog auf Augenhöhe auf Facebook ist eine Illusion.“
Willibald Müller
Auch in Sachen Reichweite hält Müller nicht viel von dem Kanal und beruft sich dabei unter anderem auf die Fourscreen-Studie von Vermarkter IP Deutschland. Sie zeigt, dass die Nutzungsdauer von sozialen Plattformen, Youtube und anderen im Vergleich zur Nutzung von linearem TV gering ist. Auch die Dauer des Aufenthalts ist laut der Studie minimal, sehr wenige Intensiv-Nutzer dominieren demnach die Plattform: Laut Müller verbringen 54 Prozent der täglichen Facebook-User maximal eine Minute am Tag auf der Timeline. "Da wird kurz der Status gecheckt und zwei, drei Likes abgesetzt - das wars", so der Berater.

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Lediglich was die Response angeht, könne man mit Facebook etwas erreichen: Interessen filtern, aktivieren und durch Belohnung abschöpfen funktioniere. "Jean Remy von Matt meint, man müsse das gar nicht so genau verstehen, was da passiert," zitiert Müller. Er ist anderer Ansicht: "Es gilt, sehr genau zu verstehen, was in Social Media wie funktioniert." son
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