Score Media 23 Verlage unterzeichnen Gesellschaftervertrag

Donnerstag, 14. April 2016
Startet mit 23 Verlagen: Score-Media-Geschäftsführer Heiko Genzlinger
Startet mit 23 Verlagen: Score-Media-Geschäftsführer Heiko Genzlinger
Foto: Heiko Genzlinger

Von den Störfeuern aus Berlin lassen sie sich nicht bremsen. 23 Verlagshäuser haben den Gesellschaftervertrag für den neuen Zeitungsvermarkter Score Media unterschrieben. Geschäftsführer Heiko Genzlinger, seit März im Amt, schickt damit eine der größten Vermarkterallianzen der letzten Jahre in den Markt – trotz aller Verzögerungen und Grabenkämpfe der vergangenen Monate.
Werbekunden bietet Score Media eine gebündelte Printauflage von fast 9 Millionen Exemplaren und rund 25 Millionen Lesern pro Tag. Zudem kann der Vermarkter wie geplant auf das Online-Inventar der beteiligten Verlage zugreifen, das nach der Übernahme der OMS von Marktführer Ströer vermarktet wird und bundesweit mehr als 41 Millionen Nutzer monatlich erreicht. Der operative Vermarktungsstart ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Die Angebote von NBRZ und Medienhaus Deutschland bleiben davon zunächst unberührt, um laufende Verträge zu erfüllen. "Mit der Score Media Group bieten wir Werbungtreibenden schon bald die idealen Voraussetzungen, um ihre Marken erfolgreich in Premium-Umfeldern in Szene zu setzen", sagt Genzlinger. Weiteren Verlagen stehe die Tür jederzeit offen. Den Appell formuliert Genzlinger nicht ohne Grund. Seit der Ankündigung der Kerngesellschafter, zu der unter anderem die Mediengruppe Madsack, Funke, DuMont und die SWMH gehören, eine neue Vermarktungsgemeinschaft gründen zu wollen, tobt im Printlager, das sich seit Jahren um eine derartige Kooperation bemüht, der Konkurrenzkampf zwischen Score Media und der Springer-Funke-Allianz Media Impact. Beide buhlen um mittelgroße Regionalverlage, die jeder als Reichweitenbringer im Portfolio brauchen könnte.

Score Media will in der zweiten Jahreshälfte operativ starten
Score Media will in der zweiten Jahreshälfte operativ starten (Bild: Score Media)
Wer letztlich das größere Geschäft macht? Noch ungewiss. Vielleicht hört ja jemand auf Ströer-COO Christian Schmalzl, der zum Start von Score Media betont: "Die Verlage können Großes bewegen, wenn sie gemeinsam handeln." kan
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