"Schmierblatt" Til Schweiger zofft sich mit der "Hamburger Morgenpost"

Donnerstag, 20. April 2017
Die "Mopo" veröffentlichte die Gegendarstellung Schweigers - nur um gleich nachzulegen
Die "Mopo" veröffentlichte die Gegendarstellung Schweigers - nur um gleich nachzulegen
Foto: Hamburger Morgenpost

Til Schweiger ist ein streitbarer Geist. Wenn ihm etwas missfällt, dann lässt er auf Facebook gerne einmal einen wütenden Post ab. Besonders die Presse bekommt des Öfteren den Zorn des "Tatort"-Kommissars zu spüren. Nun hat es die "Hamburger Morgenpost" geschafft, den Schauspieler in Rage zu bringen.
Die Zeitung hatte am 23. Januar geschrieben, Til Schweiger verkaufe in seinem Restaurant "Barefood Deli" "Hamburgs teuerstes Leitungswasser". Eine Behauptung, die der Schauspieler so nicht stehen lassen wollte. Schweiger wehrte sich mit dem Instrument der Gegendarstellung: "Ich verkaufe nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser", heißt es in dem Statement, das auf der Titelseite der gedruckten "Mopo"-Ausgabe vom 19. April erschien.
Eine Zeitung ist presserechtlich verpflichtet, eine solche Gegendarstellung abzudrucken, wenn eine Person sich gegen eine Tatsachenbehauptung wehren möchte - Stichwort Waffengleichheit. Die "Mopo" kam dieser Pflicht auch nach - ließ es sich jedoch nicht nehmen, nachzutreten: "Lieber Til Schweiger", heißt es in einem unter Schweigers Gegendarstellung erschienenen Kasten, "Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser. Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet. Aber immerhin: Nach unserer Berichterstattung haben Sie Ihre Speisekarte um den Hinweis ergänzt: 'Fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser'. Das ist schon mal ein Fortschritt."
Til Schweiger wäre nicht Til Schweiger, wenn er diese Spitze auf sich sitzen lassen würde. Und so postete der Schauspieler auf Facebook einen Text, in dem er sich über die aus seiner Sicht klare Niederlage der "Mopo" lustig macht und die Zeitung als "armseligst" und "Schmierblatt" beschimpft. Fortsetzung: Denkbar. 


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