Schmähkritik Böhmermann sieht sich im Erdogan-Wirbel von der Geschichte bestätigt

Montag, 07. November 2016
Jan Böhmermann bedauert die Schmähkritik nicht
Jan Böhmermann bedauert die Schmähkritik nicht
Foto: ZDF / Philippe Fromage

Moderator Jan Böhmermann sieht sich im Rückblick in seinem Umgang mit dem umstrittenen Erdogan-Gedicht bestätigt. "Dass wir richtig lagen, hat die Geschichte gezeigt", sagte der 35-Jährige am Montag bei einer Medientagung in Köln.

Der Moderator hatte im März in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" (ZDF/ZDFneo) das Gedicht "Schmähkritik" über den türkischen Präsidenten vorgetragen. Erdogan ging dagegen vor. Strafrechtlich wird Böhmermann nicht mehr verfolgt, die zivilrechtliche Auseinandersetzung läuft noch.

Böhmermann sagte, die Angelegenheit sei zwar eine juristische Herausforderung. "Trotzdem war das eine Sache, die ich noch mal genauso machen würde." Aus seinem Selbstverständnis als Satiriker heraus sei er bereit gewesen, "einen Schritt weiter" zu gehen.

Bei der Tagung des Grimme-Forschungskollegs in Köln unterstrich Böhmermann, er sehe es als seine Aufgabe an, Debatten anzustoßen. Viele Menschen hätten das Bedürfnis, einen Diskurs öffentlich auszutragen. Deshalb sei Transparenz in Zukunft das Wichtigste für die Medien. dpa

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