Satire Wie "Clap" die "Focus"-Werbung verulkt

Freitag, 12. Dezember 2014
"Clap"-Gründer Peter "Bulo" Böhling hat einen eigenen "Focus"-Spot entworfen
"Clap"-Gründer Peter "Bulo" Böhling hat einen eigenen "Focus"-Spot entworfen
Foto: Clap/Screenshot Youtube

Beim "Focus" hat es seit Gründer Helmut Markwort Tradition, dass die Chefredakteure des Magazins auch in den TV-Spots für die aktuellen Ausgaben auftreten. Weil Neu-Chefredakteur Ulrich Reitz dabei so steif wirkt, hat das Branchenmagazin "Clap" einfach einen eigenen Spot gedreht.
Über die Werbung, in der Reitz und Kulturredakteurin Elke Hartmann-Wolff für die "Focus"-Ausgabe 50/2014 trommeln, hatte sich bereits auch Deutschlands oberster Medienkritiker Stefan Niggemeier mokiert - neben der Tatsache, dass das in dem Heft veröffentlichte Exklusiv-Interview mit Bastian Schweinsteiger gar nicht so exklusiv war. "Es ist ein Film, an dem sicher viele Kreative im Hause Burda und in irgendwelchen Werbeagenturen lange gearbeitet haben, bis er, nicht zuletzt verkörpert durch den Auftritt des neuen Hoffnungsträgers in der Chefredaktion, Ulrich Reitz, exakt die Professionalität und Kompetenz ausstrahlt, für die die Marke 'Focus' steht", so Niggemeier in seinem Blog.
Bei "Clap" sieht man die Dinge offenbar ähnlich wie Niggemeier - weshalb das Medien-Magazin kurzerhand einen eigenen "Focus"-Spot entwickelt hat. "Produktionskosten beherrschbar, zeitlicher Aufwand ebenso gering", wie es im Teasertext heißt. Der Protagonist: Ein Zeichentrick-Männchen aus der Feder von Chefredakteur Peter "Bulo" Böhling, das entfernte Verwandtschaft mit Reitz aufweist und in flapsiger Manier für das aktuelle Heft wirbt. Am Ende steht die Aufforderung: "Also, liebe Kollegen: Wenn’s euch gefällt, dann bedient euch!". ire
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