"Sagenhaftes Quartal" Google-Mutter Alphabet macht 6,7 Milliarden Dollar Gewinn

Freitag, 27. Oktober 2017
Hier schlägt das Herz von Google: Die Zentrale in Mountain View
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Boomende Werbeeinnahmen haben der Google-Mutter Alphabet einen kräftigen Gewinnsprung im dritten Quartal beschert. Verglichen mit dem Vorjahreswert kletterte der Überschuss um rund ein Drittel auf 6,7 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro), wie der Internetriese am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 27,8 Milliarden Dollar zu.

"Wir hatten ein sagenhaftes Quartal", freute sich Finanzchefin Ruth Porat. Auch bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Aktie stieg nachbörslich um mehr als drei Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf hatte der Kurs bereits um ein Viertel zugelegt. Analysten hatten mit deutlich schwächeren Quartalsergebnissen gerechnet. 

Googles Werbeerlöse kletterten um über 21 Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar und spielten wie im Vorquartal 87 Prozent des Konzernumsatzes ein. Damit zeigt sich die wichtigste Einnahmequelle robust, obwohl das Anzeigengeschäft zunehmend von klassischen PC's zu Mobilgeräten abwandert. Auf den kleineren Bildschirmen lässt sich Werbung - etwa zwischen Googles Suchtreffern oder vor Clips der Video-Tochter Youtube - tendenziell nicht mehr so lukrativ vermarkten. 

So stiegen die bezahlten Klicks auf Werbeanzeigen im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zwar um starke 47 Prozent, die Erlöse pro Klick sanken aber um 18 Prozent. Zudem muss Google immer mehr Geld aufwenden, um Nutzer auf seine Internetseiten zu locken - die Abgaben an Partner-Websites hierfür legten im Jahresvergleich um 32 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zu. 

In Alphabets "andere Wetten" genannten restlichen Geschäftsbereichen, zu denen etwa der Hausvernetzer Nest und die Roboterwagen-Firma Waymo gehören, kletterten die Erlöse um gut 50 Prozent auf 302 Millionen Dollar. Der operative Verlust ging leicht zurück von 861 Millionen auf 812 Millionen Dollar. In der Sparte bündelt der Konzern Zukunftsinitiativen, die teilweise sehr viel Geld kosten. dpa

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