"SZ" Online-Leiter Stefan Plöchinger rückt in die Chefredaktion auf

Freitag, 09. Mai 2014
Stefan Plöchinger wird Mitglied der "SZ"-Chefredaktion (Foto: SZ)
Stefan Plöchinger wird Mitglied der "SZ"-Chefredaktion (Foto: SZ)

Gute Nachrichten für Stefan Plöchinger und den "Hoodie-Journalismus" in Deutschland: Der Online-Chef der "Süddeutschen Zeitung" rückt in die "SZ"-Chefredaktion auf und verantwortet dort künftig die digitalen Projekte. Nachdem Chefredakteur Kurt Kister und die Gesellschafter der Personalie bereits zugestimmt hatten, bestätigte nun auch der sogenannte Impressionisten-Rat die Berufung des 37-Jährigen. Der Plan war nicht nur innerhalb der Zeitung umstritten. Der aus leitenden Print-Redakteuren der "SZ" zusammengesetzte Impressionisten-Rat soll sich mit der Entscheidung nicht leicht getan haben, auch andere Leitmedien diskutierten die Personalie Anfang des Jahres sehr intensiv. So beschrieb "Die Zeit" Plöchinger als Onliner, der gerne Kapuzenpullis trage, sehr selbstbewusst auftrete, aber bislang nicht als Geschichtenerzähler - sprich: journalistisch - in Erscheinung getreten sei.

Auch die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) warf die Frage auf, was der "Internetexperte" Plöchinger in der "SZ"-Chefredaktion zu suchen habe. Plöchinger selbst nahm die Debatte mit viel Humor und konnte sich auf die Solidarität vieler On- und Offline-Kollegen verlasen. In der Folge entwickelte sich der Hashtag #Hoodiejournalismus zum tagelangen Trendthema in den sozialen Netzwerken.

Der 37-Jährige ist seit 2011 Chefredakteur von Süddeutsche.de. Zuvor war der Absolvent der Deutschen Journalistenschule unter anderem bei der "Financial Times Deutschland" und geschäftsführender Redakteur von Spiegel Online. fam
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