SWMH Das ist der Ersatz für „Sonntag Aktuell“

Mittwoch, 09. März 2016
Die SWMH will mit einer neuen Beilage Wochenend-Leser ködern
Die SWMH will mit einer neuen Beilage Wochenend-Leser ködern
Foto: SWMH

Das Aus für die im Südwesten der Republik verbreitete Zeitung „Sonntag Aktuell“ ist bekannt. Jetzt hat die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) mitgeteilt, mit welchem Konzept sie hofft, den Lesern redaktionellen Ersatz zu bieten.

Am Ostersonntag wird die 1979 gegründete „Sonntag Aktuell“ zum letzten Mal erscheinen. Zu teuer war die hinter „Bild am Sonntag“ auflagenstärkste Zeitung geworden, nachdem erst die Werbeeinnahmen eingebrochen und nach Einführung des Mindestlohns auch noch die Zustellkosten gestiegen waren. Zuvor schon war die „Heidenheimer Zeitung“ als Partner ausgestiegen. Die Zahl der Unzufriedenen wuchs.

Daraufhin ließ die SWMH eine neue, als Erweiterung der Sonnabendausgaben konzipierte Beilage entwickeln. In der Marktforschung fiel das Konzept durch. Obendrein kam es bis heute nicht zu der erhofften Zusammenarbeit mit der Wochenend-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“. Darauf angesprochen gab sich Joachim Dorfs, Chefredakteur der „Stuttgarter Zeitung“, am Mittwoch beharrlich. Er sagte: „Das wird diskutiert, ist aber noch nicht entschieden“. 
Die SWMH will mit einer neuen Beilage Wochenend-Leser ködern
Die SWMH will mit einer neuen Beilage Wochenend-Leser ködern (Bild: SWMH)
Dessen ungeachtet stellte die SWMH nun das Konzept für die Zeit nach der letzten „Sonntag Aktuell“-Ausgabe am 27. März vor. Es besteht aus drei Teilen: einer vierseitigen Beilage am Donnerstag, einem 24-seitigen Magazin am Sonnabend und einem E-Paper für den Sonntagmorgen.

Die Beilage am Donnerstag startet am 31. März, liefert auf je einer Seite pro Tag bis sonntags Tipps und Termine und liegt neben „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ nur noch ein paar weiteren Zeitungen in der Region Stuttgart bei: etwa der „Waiblinger Kreiszeitung“ und dem „Reutlinger Generalanzeiger“.
Sonntag Aktuell
Bild: Medienholding Süd

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Kern des Nachfolgekonzepts ist die Beilage „Wochenende – das Magazin von Sonntag Aktuell“, die erstmals am 2. April erscheinen wird. Dort finden sich neben der Titel- und einer grafisch aufbereiteten Wissensgeschichte Rubriken wie „Kind und Kegel“, „Mensch und Technik“, „Haus und Garten“, „Lohn und Brot“ und „Stil und Leben“. Sie wird sonnabends allerdings in dieser Form und im kompletten Umfang mit 24 Seiten ausschließlich den beiden Stuttgarter Blättern beiliegen. „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ werden vom 4. April an ohnehin aus nur noch einer, der sogenannten „flexiblen Gemeinschaftsredaktion“ produziert.

Bisherige Partnerzeitungen wie der „Mannheimer Morgen“ oder die „Südwestpresse“, die für ihre Leser als siebte Ausgabe in der Woche nun nicht mehr „Sonntag Aktuell“ im Angebot haben, werden von dem neuen Wochenendmagazin jedoch nur die Serviceseiten übernehmen –insbesondere den achtseitigen Reiseteil.

Das dritte Element des Nachfolgekonzepts ist ein E-Paper, das neben einigen aktuellen Nachrichten vor allem mit Sportberichterstattung aufwartet. „Sport – ein Magazin von Sonntag Aktuell“ steht künftig am Sonntagmorgen im Netz zum Download bereit. usi

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