Rundfunkbeitrag Sixt reicht Klage ein

Montag, 07. Oktober 2013
Firmenchef Erich Sixt klagt gegen den Rundfunkbeitrag (Bild: Sixt)
Firmenchef Erich Sixt klagt gegen den Rundfunkbeitrag (Bild: Sixt)

Sixt lässt seinen Worten Taten folgen: Die Autovermietung hat wie angekündigt vor dem Verwaltungsgericht in München Klage gegen den neuen Rundfunkbeitrag eingereicht. Dies erklärte ein Unternehmenssprecher am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht der "Bild am Sonntag". Sixt-Gründer Erich Sixt hatte bereits im August juristische Schritte gegen die Gebühr angekündigt. Notfalls wolle er bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, so Sixt damals. Grund für die Klage sind finanzielle Mehrbelastungen, die der Autovermieter auf sich zukommen sieht: Insgesamt werde man in diesem Jahr mehr als 3 Millionen Euro als Rundfunkbeiträge abführen müssen, wie Sixt vor zwei Monaten ausführte. Allein das 1. Quartal des laufenden Jahres schlage mit 717.911,89 Euro zu Buche. Die finanzielle Mehrbelastung durch den Beitragsservice von ARD und ZDF schätzt das Unternehmen auf einen sechsstelligen Betrag pro Jahr.

Der Bayerische Rundfunk widersprach dieser Einschätzung allerdings: Sixt werde im 1. Quartal 2013 nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag nicht mehr, sondern weniger bezahlen. Das in Pullach ansässige Unternehmen führt dies auf eine konjunkturell bedingt verkleinerte Fahrzeugflotte zurück. Wachse in besseren Zeiten die Flotte wieder, steige auch die Abgabe weiter an.

Unterdessen haben ARD, ZDF und Deutschlandradio eine erste Einschätzung zu den Erträgen aus dem Rundfunkbeitrag veröffentlicht: Demnach lägen die Beitragseinnahmen bis Ende 2013 ca. 1 Prozent bzw. rund 80 Millionen Euro über den Gebühreneinnahmen des Jahres 2012. ire
Meist gelesen
stats