Rückblick Wie "Max" den 98er-Wahlkampf aufs Korn nahm

Dienstag, 17. September 2013
"Max" schneiderte dem politischen Spitzenpersonal groteske Werbebotschaften auf den Leib
"Max" schneiderte dem politischen Spitzenpersonal groteske Werbebotschaften auf den Leib


Keine Stimmung, wenig Themen: Ganz Deutschland mokiert sich über den langweiligen Bundestagswahlkampf. Einige wenige wie die IG Metall oder Martin Sonneborns "Die Partei" stemmen sich jedoch mit allen Kräften gegen die Lethargie im Politbetrieb. Sie befinden sich damit in guter Tradition: Im September 1998 peppte das Pop- und Lifestyle-Magazin "Max" den Wahlkampf mit einer satirischen Anzeigenstrecke auf. Darin wurde Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) mal schnell zum Schnaps-Fan, der sich das bevorstehende Ende seiner Kanzlerschaft schöntrinken muss. Als Illustration diente dabei die Bildsprache der Likörmarke Jägermeister. Tatsächlich verlor Kohl die Wahl schließlich gegen seinen Herausforderer Gerhard Schröder, der in der "Max"-Satire verkündet, eine neue Frau für sein Haar zu haben. Hintergrund: Der SPD-Politiker hatte ein Jahr zuvor bereits zum vierten Mal geheiratet.

Welche Werbebotschaften "Max" anderen, zum Teil heute noch aktiven, Spitzenpolitikern aus dem damaligen Bundestagswahlkampf andichtete, sehen Sie in unserer Bildergalerie. ire
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