Rubrikenmärkte Axel Springer will offenbar Immowelt übernehmen

Montag, 03. Februar 2014
Axel Springer will Digitalgeschäft durch Zukäufe ausbauen
Axel Springer will Digitalgeschäft durch Zukäufe ausbauen

Beim Verkauf der Scout24-Gruppe Ende 2013 zog Axel Springer noch den Kürzeren. Jetzt greift bei dem Verlagsriesen offenbar Plan B. Nach Informationen des "Focus" will Springer das Online-Portal Immowelt übernehmen. Bei Immowelt und Axel Springer gibt man sich erwartungsgemäß zugeknöpft. Keines der Unternehmen wollte das Thema gegenüber HORIZONT.NET kommentieren. Eine Übernahme von Immowelt durch Springer würde allerdings durchaus Sinn ergeben. Vorstandschef Mathias Döpfner will Springer wie berichtet zum führenden digitalen Verlag machen und hat im Zuge dessen bereits große Teile des Printgeschäfts an die Funke Mediengruppe verkauft. Online-Rubrikenmärkte gelten als wichtige Erlösbringer im Digitalgeschäft und sind daher ein wichtiger Eckpfeiler der künftigen Konzernstrategie.

Nachdem die Telekom die Mehrheit der Scout24-Gruppe im November 2013 nicht wie ursprünglich erwartet an Springer, sondern an den Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft hat, wäre Immowelt wäre daher ein interessantes Übernahmeobjekt. Das Rubrikenportal gehört zur Münchner Marktgruppe, hinter der die Medienhäuser Ippen, Funke sowie der Dienstleister ProServ Medien Service stehen, und hat nach eigenen Angaben monatlich rund 1,2 Millionen Objekte im Angebot. Laut Comscore erreicht Immowelt 4,2 Millionen Besucher im Monat. Im Falle einer Zusammenlegung mit dem Springer-Portal Immonet würde ein neuer Big Player entstehen. Das 2003 gestartete Angebot, an dem sich 2012 auch Madsack beteiligte, ist in der Unit Axel Springer Digital Classifieds angesiedelt. Die Zahl der monatlichen Objekte wird mit knapp 1,5 Millionen angegeben. mas
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