"Rhein-Zeitung" Bedeutung von Google News geringer als erwartet

Mittwoch, 14. August 2013
Die Macher von Rhein-Zeitung.de sind auch ohne einen Platz in Google News zufrieden
Die Macher von Rhein-Zeitung.de sind auch ohne einen Platz in Google News zufrieden


Die Mainzer "Rhein-Zeitung" zieht Bilanz: Rund zwei Wochen nach dem Ausstieg bei Google News zeigt sich Marcus Schwarze, Leiter der Online-Redaktion, zufrieden mit der Entwicklung der Zugriffszahlen. Der Nachrichtenaggregator des Internetriesen habe für die regionale Website "lange nicht die Bedeutung", die ihm häufig zugesprochen wurde", schreibt er im Blog der Zeitung.
Ende Juli hatte sich die "Rhein-Zeitung" anlässlich des Inkrafttretens des Leistungsschutzrechtes bewusst dagegen entschieden, Google die kostenlose Nutzung der Verlagsinhalte zu erlauben. Die Suchmaschine selbst hatte die Verlage aufgefordert, die Zustimmung über ein sogenanntes Opt-In zu erteilen. "Spiegel", "Süddeutsche Zeitung", Axel Springer und andere gaben, wenn auch nur vorläufig, grünes Licht, die "Rhein Zeitung" nicht. Man wolle keine Inhalte mehr verschenken, sagte Chefredakteur Christian Lindner in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Die ersten Folgen: Die Zahl der Zugriffe, die über die Seiten von Google News auf Rhein-Zeitung.de gelangt sind, nahm ab 1. August rapide ab. Waren es beispielsweise am 15. Juli 2013 fast 2000 Zugriffe, klicken aktuell kaum mehr als 100 Nutzer auf die Website. Der Grund dafür ist allerdings klar: Da die "Rhein-Zeitung" Google die geforderte Einwilligung nicht gegeben hat, wird das Angebot seit Monatsbeginn nicht mehr in den Suchergebnisse von Google News gelistet, demenstprechend kann es von dort aus auch nicht mehr angeklickt werden.

Die Zahl verliere jedoch ihren Schrecken, wenn man sich die Statistik der Besuchszahlen in Relation zu den Zugriffen insgesamt anschaut, schreibt Online-Chef Schwarze weiter. Über die Google Suche etwa ist die Website weiterhin erreichbar, und über die gelangen 32 Prozent der Besucher auf Rhein-Zeitung.de. Der Großteil von 41 Prozent gibt sogar direkt die Adresse in das Browserfenster ein oder erreicht die Site über einen Bookmark. Dahinter rangieren Facebook (13 Prozent) und Twitter (1 Prozent). kl
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