Revolution bei Facebook-Tochter Instagram testet klickbare Links in Stories

Donnerstag, 10. November 2016
So sehen Verlinkungen in Instagram-Stories aus
So sehen Verlinkungen in Instagram-Stories aus
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Diese Nachricht dürfte vor allem Medien aufhorchen lassen: Instagram hat angekündigt, im Rahmen eines Tests Verlinkungen zuzulassen - zumindest im Stories-Feature. Darüber hinaus kündigte die Facebook-Tochter weitere Neuerungen an.
Bislang war das Verhältnis von Medien zu Instagram, nennen wir es: ambivalent. Jedes Medienhaus da draußen weiß, dass Instagram irgendwie wichtig ist. Dass große Teile der Zielgruppe in der App unterwegs sind. Dass man dort Branding betreiben und seit Kurzem nette Geschichten erzählen kann. Doch am Ende des Tages schauen Medienmacher natürlich auch auf den Online-Traffic. Und um den zu steigern, gab es bislang höchstens die Möglichkeit, den Link zur Website in den Profileinstellungen anzupassen - denn klickbare Links gab es bei Instagram bislang nur an dieser Stelle. Das ließ natürlich nur Zugriffe in allenfalls homöopathischen Dosen zu. Nicht wenige Medienmacher wünschten sich von Instagram daher die Möglichkeit, auf ihre Inhalte zu verlinken. Nun scheinen die Rufe erhört worden zu sein: Im kürzlich ausgerollten Stories-Feature können Instagramer künftig auch klickbare Links unterbringen. Allerdings wird man dabei nicht auf eine externe Website ausgeleitet. Vielmehr öffnet sich ein In-App-Browser, in dem der Artikel gelesen werden kann. Die Lösung ist natürlich ein Kompromiss, macht für Instagram allerdings Sinn: Auf diese Weise zählt die Zeit, die ein Nutzer in diesem In-Ap-Browser verbringt, zur für die Werbevermarktung so wichtigen Verweildauer dazu. In der Breite verfügbar ist dieses Feature vorerst jedoch nicht: Es wird zunächst als Test für verifizierte Accounts eingeführt.
Beispiel für die Markierung eines anderen Nutzers in einer Instagram-Story
Beispiel für die Markierung eines anderen Nutzers in einer Instagram-Story (Bild: Instagram)
Gleichzeitig kündigt Instagram weitere Neuerungen für das Stories-Feature an. Wie aus Kommentaren und Bildbeschreibungen bekannt, können andere Instagram-Nutzer nun mit einem @nutzername in einer Story markiert werden. Der Nutzername wird dann unterstrichen angezeigt – durch Tippen gelangt man zu einer Vorschau auf das Profil und kann entscheiden, ob man in der Story bleiben oder zu dem Profil der Person weitergeleitet werden will. Der markierte Account wird per Direktnachricht auf die Erwähnung hingewiesen.

Zudem macht Instagram die bei den Nutzern sehr beliebte Boomerang-Funktion in Stories verfügbar. Seit der Einführung von Boomerang als eigenständige App sei es zu einer der beliebtesten Video-Apps geworden, teilt das Unternehmen mit. Um Boomerangs in einer Instagram-Story zu erstellen, müssen Nutzer den Boomerang-Modus auswählen und den Aufnahme-Button gedrückt halten. Anschließend kann das Boomerang als Story geteilt werden.
James Quarles
Bild: HORIZONT

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Mit der Shopping-Funktion, die Instagram seit Kurzem in den USA testet, und der anvisierten Livestreaming-Funktion kann die Einführung klickbarer Links noch einmal einen deutlichen Relevanz-Schub für Instagram bedeuten. Zugleich dürfte es enger werden auf der Plattform: Medienhäuser und Versandhändler, die bislang nicht auf Instagram vertreten waren, bekommen nun weitere Argumente für einen Account. ire
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