Restplatzvermarktung Döpfner rät Verlagen zur Kooperation mit Google

Mittwoch, 06. November 2013
Für Springer-Chef Mathias Döpfner ist Google Freund und Feind zugleich
Für Springer-Chef Mathias Döpfner ist Google Freund und Feind zugleich


Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender bei Axel Springer, hat auch anderen Verlagen die Zusammenarbeit mit Google bei der Werbevermarktung ans Herz gelegt. In einer Telefonkonferenz zur Präsentation der Quartalszahlen sagte er: "Ich weiß nicht, ob andere Verlage darauf verzichten können."
Anfang der Woche hatte Springer die Kooperation mit dem Internetgiganten bekanntgegeben. Dabei ermöglicht Springer-Vermarkter ASMI ab 2014 die Echtzeitvermarktung von Bereichen des Portfolios über die Google-Plattform Doubleclick Ad Exchange. Handeln würde es sich dabei ausschließlich um Restplätze, bekräftigte Döpfner am heutigen Mittwoch. Diese könnten zwar selbst nicht an den Werbetreibenden gebracht werden, über das Google-Modell aber dennoch Erlöse generieren. Ein Modell, das dem Springer-Chef zufolge deshalb auch für andere Medienhäuser attraktiv ist: "Mit den Zusatzerlösen könnten auch andere Verlage viele neue Reporter einstellen."

Das Zusammenrücken auf der einen Seite dürfe allerdings nicht über den "klaren Dissens" mit Google auf einer anderen Seite hinwegtäuschen, so Döpfner weiter. Sowohl beim Leistungsschutzrecht, für das Springer bis zur Durchsetzung in diesem Jahr federführend gekämpft hatte, als auch hinsichtlich der marktbeherrschenden Stellung des Internetkonzerns könne von keiner Annäherung die Rede sein. kl
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