Reporter ohne Grenzen 153 Journalisten weltweit in Haft

Dienstag, 15. Dezember 2015
Nicht nur sie sind bedroht: Zum Weltklimagipfel in Paris machte Reporter ohne Grenzen auf die zunehmenden Gefahren für Umweltjournalisten aufmerksam
Nicht nur sie sind bedroht: Zum Weltklimagipfel in Paris machte Reporter ohne Grenzen auf die zunehmenden Gefahren für Umweltjournalisten aufmerksam
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Weltweit sitzen derzeit 153 hauptberufliche Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Die meisten Fälle gebe es in China, Ägypten, Iran, Eritrea und der Türkei, teilte Reporter ohne Grenzen (ROG) am Dienstag mit.
Betrachte man die Gesamtzahl der Verhaftungen im Jahresverlauf, dann steche die Türkei als das Land mit den meisten Fällen - elf Prozent aller Verhaftungen weltweit - heraus. Dies sei ein deutlicher Beleg für die Zunahme der staatlichen Repressionen in dem Land, so die Menschenrechtsorganisation. 
Nicht nur sie sind bedroht: Zum Weltklimagipfel in Paris machte Reporter ohne Grenzen auf die zunehmenden Gefahren für Umweltjournalisten aufmerksam
Nicht nur sie sind bedroht: Zum Weltklimagipfel in Paris machte Reporter ohne Grenzen auf die zunehmenden Gefahren für Umweltjournalisten aufmerksam (Bild: ROG)
54 Journalisten sind nach Angaben von Reporter ohne Grenzen im Moment weltweit entführt, ein Drittel mehr als Ende 2014. Die Entführungen konzentrierten sich auf die Bürgerkriegsländer Syrien, Jemen, Irak und Libyen. Dort wollten bewaffnete nichtstaatliche Gruppen mit den Entführungen ihren Herrschaftsanspruch durchsetzen und kritische Stimmen zum Schweigen bringen, heißt es in der ROG-Mitteilung weiter. 95 Prozent der Entführten sind einheimische Journalisten, fünf Prozent ausländische Reporter. dpa
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