Report Zielgruppe Männer Werbliche Ansprache hat sich verändert

Freitag, 27. Juni 2014
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Autos, Sport oder Technik, damit lassen sich Männer in der Regel auch heute noch ködern. Doch die Zielgruppe hat sich verändert, Männer sind mittlerweile offener geworden für emotionale Elemente in der Werbung. Und das realisieren peu à peu auch die werbungtreibenden Unternehmen, die ihre Ansprache dem gesellschaftlichen Wandel anpassen. So der irische Bierbrauer Guinness, der jüngst mit einem TV-Spot aufgefallen ist, in dem sich muskelbepackte Männer im Rollstuhl eine Basketballübertragung ansehen, während im Hintergrund Klaviermusik ertönt, und danach in die Kneipe gehen. "Die hohe Emotionalität, das Storytelling, selbst die Musikauswahl - das sind Elemente, die man früher eher für eine weibliche Zielgruppe gewählt hätte", sagt Alessandro Panella, Chief Strategy Officer bei Grey in Düsseldorf.

Report Zielgruppe Männer

Weitere Themen im Report Zielgruppe Männer in HORIZONT 19/2014

Werbung:
Männer sind offener für emotionale Elemente. 29

Print: Männertitel setzen auf Verkauf markeneigener Produkte. 30

Im Fokus: Studie belegt Informationsbedürfnis der Männer. 30

Vermarktung: Spielzeughersteller locken mit direkter Ansprache. 32

Die zahlreichen deutschen Männermagazine, wie "Men's Health", "Playboy", "GQ" oder "Beef!" passen indes ihre Marktstrategie an. "Anzeigen- und Vertriebserlöse werden leider nicht mehr in den Himmel wachsen", prophezeit Wolfgang Melcher, Publisher bei Rodale Motor-Presse, in der auch die "Men's Health erscheint. Zahlreiche Verlage haben stattdessen den Verkauf markeneigener Produkte für sich entdeckt. So verkauft die "Men's Health" in zwei Produktlinien zum einen Fitnessgeräte wie Hantel-Sets und Rudergeräte und zum anderen Nahrungsergänzungsmittel. Von "Playboy" (Burda), der in diesem Geschäftsbereich getreu dem amerikanischen Mutterblatt schon lange aktiv ist, gibt es eine Edition von Mini und die "Beef!" (Gruner + Jahr) vertreibt eigene Gewürze, Schürzen und Grills.

Auch die Spielzeugbranche, traditionell eine Männer-Domäne, reagiert auf eine veränderte Zielgruppe. Die Marken setzen außer auf klassische TV-Werbung auch immer häufiger auf Online-Kommunikation. hor

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