Report Hörfunkmarketing I - Der Radiomarkt legt zu

Mittwoch, 19. März 2014
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Der Radiomarkt bleibt stabil. Das zeigen die Erhebungsdaten der Media-Analyse 2014 Radio I: 79,9 Prozent der Deutschen schalten täglich das Radio ein, mehr als vier Stunden bleiben sie im Durchschnitt dabei. Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat sich die Reichweite damit um 1,7 Prozent verbessert. Auch bei der jungen Zielgruppe konnte das Medium zulegen. Insbesondere bei den Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren stieg die Radionutzung überproportional stark (plus 1,2 Prozent), 71,6 Prozent der 10- bis 29-Jährigen sind unter der Woche mit dem Medium beschäftigt. Dabei zeigen die 10- bis 19-Jährigen und die 20- bis 29-Jährigen auch einen sehr ähnlichen Geschmack bei der Senderwahl: Die Top 5 beider Altersgruppen sind der WDR-Jugendkanal 1Live, gefolgt von Antenne Bayern, Radio NRW, SWR 3 und Bayern 3.

REPORT HÖRFUNKMARKETING

Weitere Themen im Report Hörfunkmarketing I in HORIZONT 12/2014

Branche: Neuer Radio Advertising Summit in Düsseldorf. 29

Eigentümer: Zukunftsperspektiven werden unterschiedlich gewertet. 32


Musikdienste: Vermarktung steht noch am Anfang. 34

Digitalradio: Mehr kritische Stimmen zu DAB. 35

Placement: Schmaler Grat zwischen PR und Schleichwerbung. 36

Unterdessen verschärfen sich die internen Konflikte der großen Radiovermarkter Radio Marketing Service (RMS) und AS&S, denn der Privatfunkerverband VPRT fordert eine Werbezeitenbeschränkung im ARD-Hörfunk. Die Radiowerbung bei den Öffentlich-Rechtlichen soll bundeseinheitlich auf ein Programm und 60 Minuten pro Tag zu beschränkt werden, so wie es im Sendegebiet des NDR bereits Usus ist. Die ARD verlöre durch dieses Modell 20 werbungführende Wellen; die Gesamtreichweite der AS&S Deutschlandkombi ginge um über 50 Prozent zurück. Im Werbemarkt müsste der ARD-Hörfunk - auf Basis der Nielsen-Zahlen von 2013 - so 40 Prozent seines Bruttoumsatzes einbußen. Nutznießer wäre der Rivale RMS, der seine führende Position ausbauen und die Preise erhöhen könnte. Deshalb lehnen der Kundenverband OWM, Agenturen sowie ARD und AS&S Radio das NDR-Modell ab. hor

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