Relevanz-Studie von Golin Social Media rangiert bei Deutschen unter ferner liefen

Donnerstag, 14. September 2017
Soziale Medien haben in Deutschland keinen guten Ruf
Soziale Medien haben in Deutschland keinen guten Ruf
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Social Media ist weltweit die beliebteste Informationsquelle – aber nicht bei den Deutschen. Hierzulande stehen Facebook & Co abgeschlagen auf Rang 6. Klassische Medien wie TV und Print stehen mit 64 Prozent beziehungsweise 49 Prozent dagegen hoch im Kurs. Diese Ergebnisse stammen aus der ersten weltweiten "Relevanz-Studie" des PR-Netzwerkes Golin.

Wie die Verbraucher die einzelnen Informationsquellen bewerten, hängt jedoch auch wenig überraschend stark davon ab, wie alt sie sind. Bei den 18- bis 24-Jährigen steht Social Media mit 59 Prozent bereits an zweiter Stelle nach Persönlichen Empfehlungen, dem "Word of Mouth" (61 Prozent). TV steht an dritter Stelle (49 Prozent). Auch bei den 25- bis 34-Jährigen ist Social Media noch beliebt und rangiert auf Platz 3. Aber ab der Generation X, den 35- bis 54-Jährigen, spielen Facebook & Co dann nur noch eine untergeordnete Rolle: Nach TV (67 Prozent) folgen Zeitungen (49 Prozent) und Empfehlungen (45 Prozent).

Bei der Akzeptanz von Social Media gibt es deutliche Unterschiede auf Bundesländerebene. In Bayern geben gerade mal 18 Prozent der Befragten an, sich viel damit zu beschäftigen. In Baden-Württemberg aber auch den Ost-Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind es dagegen mit 30 Prozent fast doppelt so viele.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei den Geschlechtern. Während Männer eher auf traditionelle Medien setzen und sich bevorzugt über TV, Zeitungen und Radio informieren, rangieren bei Frauen nach TV an zweiter Stelle persönliche Empfehlungen, gefolgt von Zeitungen. Weltweit liegt Word of Mouth auf Platz 3, was deutlich zeigt, wie bedeutsam Tipps und Hinweise von Familien, Freunden und Bekannten auch in einer digitalisierten Welt sind.

Befragt nach den Inhalten bevorzugen die Deutschen Fakten (59 Prozent), nützliche Tipps (56 Prozent) und Unterhaltung (30 Prozent). Gesprochen wird aber vor allem über Promi-News (58 Prozent). Das fällt erneut besonders in Berlin auf: Es ist die Region, in der die Menschen am meisten über Promi-Klatsch sprechen und am wenigsten über Politik.

Dabei ist das Interesse an Politik in der Hauptstadt Berlin mit 69 Prozent eigentlich am höchsten. Am geringsten – wenn auch immer noch nicht niedrig – ist es in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (57 Prozent). Ebenfalls überraschend: Bei den Themen Mode und Beauty ist Berlin ebenfalls nicht der Hotspot, sondern Bayern und Nordrhein-Westfalen mit der Modestadt Düsseldorf rangieren an den ersten Stellen.

Das PR-Netzwerk Golin arbeitet integriert und unterhält 50 Büros weltweit und. 2016 wurde es von "PR Week Global" zur "International Agency of the Year" gekürt. pap 

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