Reichweitenmessung OWM und OMG wollen weitere Öffnung der AGF / Konvergente Daten ab 2017

Dienstag, 27. September 2016
Uwe Storch, Ferrero
Uwe Storch, Ferrero
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Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) muss offen sein für Veränderungen und stetige Erweiterung. Auf dem AGF Forum fordert Uwe Storch, stellvertretender Vorsitzender des Kundenverbandes OWM, das Gremium auf, die Prozesse zu überarbeiten und so anzulegen, dass die Reichweitenmessung möglichst schnell und gut an neue Gegebenheiten angepasst werden kann. "Wir müssen bessere Prozesse haben und uns auf Konventionen einigen", sagte er bei der Veranstaltung in Frankfurt.

Auch für Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer des Mediaagenturverbandes OMG, steht die Wandlungsfähigkeit der AGF unverändert weit oben auf der Agenda. "Es ist erforderlich, dass man schneller zu Entscheidungen kommt. Das muss die Organisationsstruktur abbilden", sagte er mit Blick auf den derzeit geplanten Wandel der AGF.

Für Schulz werden Joint Industry Committees (JIC) wie die AGF, in denen sich alle Marktparteien auf eine gemeinsame Konvention einigen, in der komplexen Medienwelt immer wichtiger. Für ihn sind sie die "letzte Bastion der Vergleichbarkeit", die erhalten werden müsse, sagte er mit Blick auf die großen US-Konzerne, die in enormen Tempo ihre eigenen Ökosysteme und Messmetriken entwickeln. Die Diskussion um die Videomessung auf Facebook in den letzten Tagen unterstreicht die Position von Schulz und Storch. 

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Die AGF arbeitet seit anderthalb Jahren daran, Youtube in die Messung zu integrieren. In den letzten Monaten haben sich die Gespräche laut AGF-Vorsitzenden Martin Berthoud  intensiviert. Um herauszufinden, wie die Daten von Youtube mit den AGF-Daten fusioniert werden können, soll es demnächst ein Audit geben. Dort soll ein unbeteiligter Dritter, beispielsweise ein Wirtschaftsprüfer prüfen, wie kompatibel die Youtube-Daten sind. Wann genau dann der nächste Schritt erfolgen könnte und tatsächlich auch Youtube mit dem AGF-System erfasst werden könnte, ist jedoch unklar. 

Der nächste große Schritt auf dem Weg zu einer Bewegtbildwährung, ist nun erstmal die Fusion von TV- und Onlinereichweiten von TV-Inhalten. Laut Robert Schäffner, Mitglied der Technischen Kommission der AGF, soll es ab Januar 2017 endlich  konvergente Daten geben. Diese werden jedoch erst mit einem Zeitverzug von 40 Tagen vorliegen und nicht wie die TV-Quoten am nächsten Tag. pap

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