Redaktionsfusion bei der SWMH Der neue Stuttgarter Weg

Dienstag, 09. Juni 2015
Richard Rebmann legt Redaktionen von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ zusammen
Richard Rebmann legt Redaktionen von „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ zusammen
Foto: SWMH

„Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ legen ihre Redaktionen zusammen. Die Titel bleiben zwar bestehen, sollen aber künftig von einer Gemeinschaftsredaktion produziert werden und weitgehend identische Inhalte haben.

Heute Morgen verkündet der geschäftsführende Gesellschafter der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), Richard Rebmann, weitreichende Entscheidungen: Eine „flexible Gemeinschaftsredaktion“, bestehend aus insgesamt 240 Mitgliedern, soll vom zweiten Quartal 2016 an die beiden Blätter aus einer Hand herstellen. Kleine, jeweils exklusive Titelteams und Autoren sollen Eigenständigkeit und Profil der Marken garantieren, auch die Chefredaktionen bleiben getrennt.

Ansonsten arbeiten die künftig neun Ressorts in einem Newsroom gemeinsam für beide Titel. Rebmann nennt sein Programm ambitioniert den „neuen Stuttgarter Weg“. Er sei ein verlegerisches Bekenntnis zum Fortbestand der beiden Marken und zur Erhöhung ihrer Reichweite  und Verbreitung in allen medialen Kanälen, schreibt die SWMH in einer Pressemitteilung, die heute Mittag veröffentlicht werden soll. 
Sonntag Aktuell
Bild: Medienholding Süd

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Im Zuge der redaktionellen Fusion fallen voraussichtlich 30 bis 35 Stellen weg. Der Abbau soll über freiwillige Abfindungsregelungen erfolgen. Gleichzeitig würden 10 bis 15 Stellen neu geschaffen, kündigt die SWMH an, und zwar für „neue Aktivitäten und die Sicherung der Qualität“. Geplant ist unter anderem ein neues Ressort „Multimediale Reportage“, in dem Reporter gemeinsam mit Videoredakteuren und Webdesignern arbeiten sollen.

Die SWMH mit Sitz in Stuttgart zählt zu den größten deutschen Zeitungshäusern. Neben den beiden Stuttgarter Titeln gehören dazu die „Süddeutsche Zeitung“, die Zeitungsgruppe Hof/Coburg/Suhl, der  „Schwarzwälder Bote“ und die „Märkische Oderzeitung“. Eine ausführliche Hintergrundanalyse folgt. uv 

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