Red Bull Media House Servus TV stellt Betrieb in Deutschland und der Schweiz ein

Montag, 01. August 2016
Red Bull stellt die Verbreitung des Senders in Deutschland ein
Red Bull stellt die Verbreitung des Senders in Deutschland ein
Foto: Screenshot Servus.tv
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Red Bull Verbreitung Dietrich Mateschitz


Servus TV verabschiedet sich aus Deutschland und der Schweiz. Der Sender stellt seine Verbreitung in den beiden Ländern zum Jahresende ein und konzentriert sich künftig auf seinen Heimatmarkt Österreich. Erst im Mai hatte Red Bull mit der Ankündigung, den Sender komplett einzustellen, für Schlagzeilen gesorgt.
"Servus TV fokussiert sich auf seinen Heimatmarkt und seine österreichische Programmidentität. Als Konsequenz wird die Sendelizenz in Deutschland und der Schweiz zurückgelegt", teilte der Sender auf Anfrage mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Der Sendebetrieb soll zum Jahresende eingestellt werden. Über die Hintergründe der Entscheidung schweigt sich das Unternehmen aus. Erst im Mai hatte der Mutterkonzern Red Bull angekündigt, den Sender komplett einzustellen. Der Sender sei "wirtschaftlich untragbar", hieß es damals. Obwohl man Jahr für Jahr "einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag" in den Sender investiert habe, sei auch sieben Jahre nach dem Sendestart keine positive Entwicklung absehbar, teilte Red Bull mit. Tatsächlich war Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz offenbar die Hutschnur geplatzt, nachdem Teile der Belegschaft einen Betriebsrat gründen wollten. Nachdem sich die Mitarbeiter in einem offenen Brief von den Plänen distanzierten, nahm Red Bull die Kündigungen wieder zurück. Für Red Bull ist der Sender ohnehin in erster Linie ein Marketingtool.
Servus TV
Bild: Screenshot Servustv.com

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In Deutschland dürfte das Büro in München von der Einstellung des Senders betroffen sein. Servus TV kam in Deutschland nie über den Status eines Nischensenders hinaus. Zuletzt hatte der Sender einen Marktanteil von 0,2 Prozent. Das Magazin "Servus in Stadt und Land" und die Servus-Bücher werden aber auch weiterhin in Deutschland erscheinen, auch das Online-Angebot bleibt weiter bestehen. dh
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