Red Bull Media House Matthias Nieswandt wird Senderchef von Servus TV Deutschland

Donnerstag, 02. November 2017
Matthias Nieswandt
Matthias Nieswandt
© Dominik Bogdanov

Anderthalb Jahre, nachdem der Sender beinahe geschlossen wurde, ist Servus TV in seinem Heimatmarkt Österreich auf Wachstumskurs. Nun will der Sender aus dem Reich von Red Bull auch in Deutschland in die Offensive gehen und beruft mit Matthias Nieswandt erstmals einen eigenen Senderchef für den deutschen Markt. 
Nieswandt ist seit 2011 Vermarktungsschef von Servus TV in Deutschland. Seit Oktober verantwortet er als Country Manager neben dem Salesbereich und dem Marketing auch das Programm des deutschen Ablegers von Servus TV.  Unterstützung bekommt der neue Senderchef von Julia Fitzen, die die Bereiche Marketing und Kommunikation leitet, Mirsad Halilovic als Communications Manager und Michail von Tsurikov als Mitglied der Verkausfleitung. 

Mit dem neuen Team soll Servus TV, das bislang weitgehend aus der österreichischen Zentrale von Red Bull Media House gesteuert wurde, im deutschen Markt eigenständiger agieren und seine bislang bescheidenen Marktanteile von rund 0,2 Prozent weiter ausbauen.

Noch vor einem Jahr schienen die Tage von Servus TV gezählt. Im Mai 2016 hatte Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz überraschend das komplette Aus für den Sender verkündet. Offiziell hieß es, der Kanal sei wirtschaftlich untragbar geworden. Der wahre Grund war wohl die geplante Gründung eines Betriebsrates. Nachdem die Mitarbeiter davon Abstand nahmen, wurde die Kündigung der 260 Mitarbeiter zurückgenommen und der Sender weitergeführt. 
Servus TV
Bild: Screenshot Servustv.com

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Im August folgte die Ankündigung, den Sendebetrieb in Deutschland und der Schweiz einzustellen. Doch auch diese Entscheidung wurde zwei Monate später revidiert. Als Grund nannte Servus TV die positive Resonanz von Zuschauern und Kunden. In Österreich verzeichnet Servus TV mittlerweile die besten Marktanteile der Sendergeschichte. Ob der Nischensender diese Erfolgsgeschichte auch im heiß umkämpften deutschen TV-Markt wiederholen kann, muss sich noch zeigen. dh
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