Rebrush Spiegel Online nimmt seine Mobile-Site als Vorbild

Dienstag, 06. September 2016
Spiegel Online hat sich ein neues Design verpasst - und setzt dabei auf mehr Weißräume
Spiegel Online hat sich ein neues Design verpasst - und setzt dabei auf mehr Weißräume
Foto: Screenshot/Spiegel Online
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Der Spiegel Spiegel Online Optik Layout Florian Harms


Mehr Weißraum im Web: Spiegel Online erscheint seit dieser Nacht in neuer Optik. Die auffälligste Veränderung ist das einspaltige Layout der Artikelseiten nun auch auf dem Desktop; bislang gab es dies nur auf den mobilen Geräten. Und offenbar soll das neue Outfit auch die Werbevermarktung befeuern.

"Wir haben das Design der stationären Website sowie der Mobilseite und der Apps harmonisiert", schreibt Spiegel-Online-Chefredakteur Florian Harms in eigener Sache auf dem Portal. Die Desktop-Startseite wirkt nun übersichtlicher, heller, mit mehr Luft zwischen den Blöcken. Eine neue, einheitliche und größere Schrift soll die Texte besser lesbar machen.

Ganz oben links auf der stationären WWW-Seite sind Schnellzugriffe möglich auf wichtige Rubriken (Berichte zu Schule, Uni und Job stehen nun in der Rubrik Leben & Lernen), daneben auf das Angebot des digitalen Bezahl-"Spiegel" und auf die neue Videoseite von Spiegel TV mit Nachrichten, Dokus und Spielfilmen. In der rechten Spalte gibt es den Link zu allen Schlagzeilen, die Klickhits, Börsenkurse, das Schaufenster ins Bezahlangebot Spiegel Plus, Videos sowie weitere beliebte Formate. Und in der Mitte der Startseite steht jetzt ein großes Videofenster mit besonderen Reportagen, Kommentaren und weiteren Formaten.

"Ergänzende Elemente wie Fotostrecken, Videos, Grafiken und Karten sind genau an derjenigen Position im Text platziert, an der sie inhaltlich passen", erklärt Harms weiter. Das neue Layout sei im Übrigen "nicht der Abschluss, sondern ein Zwischenschritt bei der Neugestaltung von Spiegel Online".

Offensichtlich soll das neue ruhigere Layout nicht nur den Lesern gefallen, sondern auch den Werbekunden. Denn angesichts der größeren Weißräume und des reduzierten Farbeinsatzes dürften Web-Anzeigen – ob nun Display oder irgendwann mal Native – besser auffallen, ohne zu stören. "Mit dem neuen, einspaltigen Layout erhalten die Displayflächen mehr Raum - sie werden größer", schreibt "Spiegel"-Vermarktungschef André Pätzold in seinem Kundennewsletter. Auch scheint die Anzahl der Werbeplätze eher gesunken zu sein, was die verbliebenen aufwertet. Und die prominentere Platzierung von Videos gibt einen deutlichen Hinweis darauf, dass sich der Vermarkter Spiegel QC von Bewegtbild im Werbegeschäft noch mehr verspricht als bisher. rp

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