Real Time Advertising Unternehmen investieren bislang nur kleine Budgets

Donnerstag, 17. Juli 2014
Intelli-Ad-Chef Wolfhart Fröhlich (c) Intelli Ad
Intelli-Ad-Chef Wolfhart Fröhlich (c) Intelli Ad

Real Time Bidding (RTB) ist auf dem Vormarsch. Laut einer Umfrage unter Onlinemarketing-Verantwortlichen haben bereits zwei Drittel Kampagnen über Echtzeithandelsplattformen, sogenannte Demand-Side-Plattformen, gebucht. Weitere 20 Prozent stellen für das laufende Jahr 2014 Budgets für Testkampagnen bereit. Allerdings geht es noch nicht um große Summen, die in Echtzeit auktioniert werden. Das ergibt eine Umfrage von Software-Anbieter Intelli Ad Media unter Marketingentscheidern und Experten in Agenturen. Vor allem kleine Budgets aus dem Performance-Etat werden für die RTB-Kampagnen genutzt. Allerdings investiert auch schon mehr als jeder Zehnte mehr als die Hälfte seines gesamten Onlinemarketing-Budgets in Echtzeit. Vor allem die Performance wollen die Verantwortlichen mit der Echtzeitplanung steigern. Um Branding geht es eher selten.

Kritisch sehen die Befragten die Qualität des Inventars. Insgesamt 78 Prozent finden, diese sei sehr unterschiedlich und schwer einzuschätzen. Die Marketingverantwortlichen glauben aber auch, dass RTB dabei helfen wird, Branding-Kampagnen besser messbar zu machen. Dieser Aussage stimmen 18,5 Prozent voll und 29,6 Prozent eher zu.

Zwar findet die Mehrzahl der Befragten, dass genug Werbeflächen vorhanden sind, aber noch nicht in jeder verfügbaren Qualität. Rund 74 Prozent fordern daher die Premium-Publisher auf, sich für RTB zu öffnen. Außerdem sollten sie das Inventar nicht mehr blind anbieten. Die Publisher zögern bislang und sind ebenfalls nur mit Tests unterwegs, weil sie fürchten, dass ihr Inventar im Versteigerungsverfahren an Wert verliert. Wohl nicht ohne Grund. Denn die Befragten sehen im Real Time Bidding auch Chancen, durch die Ersteigerung von Inventar ihre Mediakosten zu senken. Rund 55 Prozent der Befragten glauben, dass sich dadurch die Abwicklungskosten von Display-Kampagnen reduzieren. pap
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