Readly-Studie Das sind die meistgelesenen digitalen Magazine

Freitag, 10. März 2017
Readly befragte rund 4000 Nutzer zu ihrem Leseverhalten
Readly befragte rund 4000 Nutzer zu ihrem Leseverhalten
© Readly

Der Leser digitaler Zeitschriften ist tendenziell männlich, urban, nicht mehr ganz jung und investiert im Schnitt 23 Minuten in die Lektüre eines Magazins. Das geht aus einer Umfrage des Online-Kiosks Readly hervor. Der meistgelesene Titel ist allerdings ein Titel, der sich vor allem an Frauen richtet - zumindest offiziell.
Die meistgelesene digitale Zeitschrift ist das Klatschmagazin "Intouch" aus der Bauer Media Group, das sowohl bei Frauen als auch Männern gut ankommt. Bei den Frauen liegt das Peoplemagazin ebenfalls auf Platz 1 der beliebtesten Titel, bei den Männern kommt "Intouch" immerhin auf Platz 4. Mit "Closer" landet bei den Frauen und im Gesamtranking ein weiteres Klatschblatt auf Rang 2. Auf Platz 3 im Gesamtranking rangiert die im Printmarkt seit geraumer Zeit schwächelnde "Computer Bild" von Axel Springer, gefolgt von "Auto Motor und Sport" aus dem Haus Motor Presse Stuttgart. Auf Platz 5 liegt mit "Die Aktuelle" ein weiteres buntes Magazin. Bei den Männern gehören außerdem "Kicker" und die "Auto Zeitung" zu den meistgelesenen Zeitschriften, bei den Frauen komplettieren "Bild der Frau" und "Frau im Spiegel" die Top 5. Die meistgelesenen Titel lassen auch Rückschlüsse auf die Leserstruktur digitaler Magazine zu: Die meisten Leser (31 Prozent) sind zwischen 46 und 55 Jahre alt, 30 Prozent sind zwischen 36 und 45 Jahre. 61 Prozent der Nutzer von E-Magazinen sind männlich, 39 Prozent weiblich. 

Die Gründe für die Nutzung digitaler Produkte sind ganz überwiegend praktischer Natur: 86 Prozent der Befragten nannten den überall und jederzeit möglichen Zugriff, 60 Prozent die Platzersparnis gegenüber Printmagazinen und 59 Prozent den günstigeren Preis als Hauptgründe. In eine ähnliche Richtung gehen die Gründe, die aus Sicht der Befragten gegen das Lesen von Print sprechen: Am häufigsten wurde der Platzbedarf durch die Archivierung alter Ausgaben genannt (66 Prozent), für 54 Prozent sind die höheren Kosten ein Argument gegen Print und 50 stören sich an der "lokalen Abhängigkeit" - gemeint ist der Weg zum Kiosk.

Ebenfalls interessant: Lediglich 76 Prozent der Nutzung entfällt auf aktuelle Zeitschriften, während immerhin 24 Prozent älteren Ausgaben gewidmet wird. Für die Studie über den digitalen Leser 2017 befragte Readly rund 4000 Nutzer in Deutschland. dh 
"Intouch" ist bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt
"Intouch" ist bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt (Bild: Readly)
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