Ran an die TV-Budgets Facebook testet offiziell Video-Werbung

Freitag, 14. März 2014
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Das Werbegeschäft bei Facebook brummt. Ein Schwachpunkt in der Erlös-Kette des Unternehmens, wenn man es so nennen will, war bislang das etwas spärliche Bewegtbild-Angebot für Werbungtreibende. Doch nun hat sich Facebook daran gemacht, dieses Problem anzugehen - und einen ernsthaften Angriff auf die TV-Bugets der Unternehmen zu starten: Derzeit testet das Unternehmen in den USA mit ausgewählten Partnern 15-sekündige Werbevideos.
Damit lässt das soziale Netzwerk ein Gerücht aus dem vergangenen Sommer Wirklichkeit werden. Die Videos seien für Werbungtreibende geeignet, die ein großes Publikum mit hochwertigem Ton, Bild und Bewegungselementen erreichen wollten, wie es in einem Blogbeitrag bei Facebook for Business heißt. Jeder dieser Werbe-Clips habe eine Länge von 15 Sekunden und starte ohne Sound, sobald ein User im Newsstream darüberscrolle. Per Klick lasse sich das Video im Vollbild öffnen, dann auch mit Ton.

Kunden könnten die Premium Video Ads genannte Werbeform auf ähnliche Weise einkaufen und messen wie TV-Spots, namlich auf Basis von Gross Rating Points. Die Reichweite soll über die Campaign Ratings von Nielsen ermittelt werden. Wie das Pricing genau aussieht, ist nicht bekannt. Bereits vergangenes Jahr war über Preise von einer bis 2,5 Millionen Dollar spekuliert worden. Diese Zahlen stehen nach wie vor im Raum.

Die Nutzer würden die Videos im Laufe der nächsten Monate zu sehen bekommen, so die aus anderen Facebook-Meldungen geläufige Formulierung. Um die Nutzer nicht gleich vom Start weg zu vergraulen, führt Facebook gemeinsam mit Ace Metrix eine Qualitätskontrolle durch: Bevor ein Video auf der Plattform erscheint, werden die kreative Qualität und das Erscheinungsbild im Facebook-Umfeld auf Herz und Nieren geprüft. Das solle den Werbekunden dabei helfen, ihren ROI zu maximieren.

Ob die Premium Video Ads auch für die Nutzer eine spannende Sache sind, dürfte in der Tat der entscheidende Faktor sein. Dann könnte aus dem Vorhaben, den TV-Vermarktern und auch Youtube das Wasser abzugraben, tatsächlich etwas werden. ire
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