Radio Advertising Summit Unbewusst ins Ohr

Dienstag, 25. April 2017
Der Radio Advertising Summit findet am 25. April statt
Der Radio Advertising Summit findet am 25. April statt
© RAS

Wie stark ist die emotionale Markenwirkung von Radio? Antworten auf diese Frage haben Markus Küppers und Oliver Spitzer von September Strategie & Forschung auf dem Radio Advertising Summit (RAS) gegeben. Eine davon: Gerade weil Audi ein Nebenbei-Medium ist, das ganz häufig nur unterbewusst wahrgenommen wird, ist die Wirkung von Werbespots umso höher.

Beauftragt von den Sponsoren des RAS, ARD Sales & Services und Radio Marketing Service, haben die Forscher sieben Effekte verglichen, die Radiowerbung beim bewussten Hören wie beim unbewussten Nebenbei-Hören hervorrufen. Vertrauen, Attraktivität, Skepsis, Nähe, Relevanz, Stress und Sympathie - diese marketingrelevanten KPIs werden beim Hören von Spots in jedem Fall bedient, teils auch gleichzeitig, obwohl sie sich zu widersprechen scheinen.

Mithilfe einer implizierten Emotionsmessung (Hirnströme, Puls, Herzschlag und Schwitzen zum Beispiel) in Kombination mit tiefenpsychologischen Interviews fanden Küppers und Spitzer heraus, wie stark die Bilder, die im Kopf des Hörers entstehen, mit eigenen Erfahrungen vermischt werden und zu ganz neuen Eindrücken verschmelzen. "Die Bilder im Kopf sind viel stärker als die, die sich Kreative zum Teil in mühevoller Arbeit ausdenken", so Küppers. "Die wahre Meisterschaft der Kreation besteht nicht darin, richtige Bilder entstehen zu lassen. Sondern die richtigen Trigger zu erzeugen, die beim Hörer etwas auslösen."

Dabei dürften sich Werbekunden auch nicht davon verunsichern lassen, wenn der bewusste Marken-Recall scheinbar schlecht ausfällt: "Erinnerung ist ein kreativer Akt", sagt der Forscher. "Spots, die Raum für eigene Fantasie lassen, schneiden deutlich besser ab." Insbesondere die Spots, die als unbewusst gehörte getestet wurden, waren später stark verankert, dem Unterbewusstsein sei Dank. son

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