Radio Advertising Award Radiozentrale bringt neuen Kreativpreis für Hörfunkspots

Donnerstag, 05. Februar 2015
Logo des Radio Advertising Award
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Foto: RAA

Es ist ein neuer Anlauf, um Radio bei den Kreativen relevanter zu machen. Die Gattungsmarketingorganisation Radiozentrale ruft mit Unterstützung der beiden Vermarkter RMS und AS&S Radio einen übergreifenden Preis für Radiowerbung aus: den Radio Advertising Award (RAA). Er soll erstmals im Rahmen des Radio Advertising Summit (RAS) am 18. Juni im Areal Böhler in Düsseldorf vergeben werden. Der RAS wurde eigens verlegt, damit der neue Award nicht ausgerechnet mit den Cannes Lions kollidiert, die am ursprünglich geplanten Termin, dem 24. Juni, für Radio vergeben werden.

Der RAA, für den ab 2. März eingereicht werden kann, löst die beiden Kreativpreise Ramses und Radiostars ab, die ihr eigentliches Ziel – nämlich Radiowerbung relevanter zu machen – nur begrenzt erfüllt haben. Die Radiostars und ihre Vorgängerpreise vergab die AS&S seit 1978, letztmalig 2013. Den Ramses hat die RMS 19-mal verliehen, zuletzt 2014. Seither waren die beiden Vermarkter mit der Radiozentrale in Gesprächen für einen neuen Preis.

"Für die Kreativen ist es weniger interessant, ob RMS oder AS&S Radio einen Award verleihen, weil Vermarkter nicht deren Hauptansprechpartner sind", sagt Oliver Adrian, Geschäftsführer der AS&S Radio. RMS-Chef Florian Ruckert hofft: "Die Entscheidung, den Radio Advertising Award zu integrieren, sorgt für eine breitere Öffentlichkeit, vor allem bei den Werbungtreibenden."

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Die Kreation zu stärken und damit der Gattung mehr Glamour zu verschaffen, ist Ruckert und Adrian wichtig – denn gut gemachte Spots würden dem Ansehen der Gattung insgesamt helfen, die seit Jahren bei rund 6 Prozent Werbemarktanteil herumdümpelt. Die Vermarkter haben ihre Kräfte bereits bei der Wirkungsforschung unter dem Label Audioeffekt gebündelt und beim RAS, der 2014 den Radio Day abgelöst hat.

Um „Kreation im Radio“ voranzubringen, hat die Radiozentrale daher vergangenes Jahr die Aufgabe übernommen, ein übergreifendes Konzept auszuarbeiten. Im Konferenzprogramm des RAS soll Kreation künftig mehr Platz bekommen. Außerdem ist eine Agenturtour geplant. Bei den Kreativen gilt Radiowerbung oft als nicht sexy. Nur wenige deutsche Werber, wie Ralf Heuel, Geschäftsführer von Grabarz & Partner, und Fabian Frese, Kreativchef von Kolle Rebbe, haben ein Herz für den Hörfunk und zeigen, was mit dem Medium möglich ist. pap

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