RTL und Sat 1 Mehr Politik in den Regionalfenstern

Mittwoch, 22. Januar 2014
RTL und Sat 1 müssen regionale Fenster ausstrahlen (Foto: RTL)
RTL und Sat 1 müssen regionale Fenster ausstrahlen (Foto: RTL)


Im Bundestagswahljahr 2013 haben RTL und Sat 1 auch in ihren Regionalfenstern deutlich mehr Beiträge über ernste Themen wie landespolitische Ereignisse gebracht als über leichte. Dies ergibt eine Inhalteanalyse der ZAK - Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten. Den von der ZAK beim Institut für Medienforschung Göttingen und Köln (ImGö) in Auftrag gegeben unter Leitung von Professor Helmut Volpers hat das Gremium gestern in Leipzig diskutiert. Die ZAK begrüßt ausdrücklich, dass die Regionalmagazine im Sendegebiet eine breite Sicht auf aktuelle Themen haben. Der Umfang der Politikberichterstattung sei seit 2005 noch nie so hoch gewesen. Die detaillierten Ergebnisse werden erst im Programmbericht 2013 der Medienanstalten veröffentlicht, der im März erscheint.

Sat 1 und RTL strahlen in den meisten alten Bundesländern regionale Fensterprogramme aus. Diese laufen auf Sat 1 werktags von 17.30 Uhr bis 18 Uhr und bei RTL von 18 bis 18.30 Uhr. In Bayern wird auf der RTL-Frequenz zusätzlich sonntags von 17.45 Uhr bis 18.45 Uhr das Lokalfensterprogramm TV Bayern Live gesendet.

Die Entscheidung, regionale Fenster einzurichten, haben RTL und Sat 1 jedoch nicht freiwillig gefällt. Sie sind dazu im Rahmen der Fernsehfensterrichtlinie im Rundfunkstaatsvertrag verpflichtet. Diese verlangt, dass die beiden größten privaten Vollprogramme regionale Berichterstattung bringen müssen und gibt auch Regeln für die Inhalte vor.

Schon seit Jahren analysiert das ImGö die Regionalfenster. In den vergangenen drei Jahren ist der Anteil der Politikberichterstattung stetig gestiegen. 2010 machte er 27,1 Prozent aus, 2012 waren es 27,8 Prozent. Ursprünglich wurden die Fenster nur über das analoge Kabel verbreitet, sind nun aber vereinzelt auch über das digitale Kabelnetz verfügbar. pap
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