RTL Group TV-Konzern beschwert sich bei EU über hohe Steuer in Ungarn

Freitag, 17. Oktober 2014
RTL leidet unter Werbesteuern in Ungarn
RTL leidet unter Werbesteuern in Ungarn
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Der Fernsehkonzern RTL Group wehrt sich gegen die hohe Werbesteuer in Ungarn und hat jetzt Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Ein Sprecher Unternehmens bestätigte am Donnerstag in Luxemburg entsprechende Berichte ungarischer Medien. Als einziges Medienunternehmen müsse RTL in Ungarn den Höchststeuersatz von 40 Prozent auf alle Werbeeinnahmen zahlen.
"Wir halten die Höhe der Besteuerung für unverhältnismäßig", sagte Andreas Meier von der RTL Group. Betroffen ist das ungarische Tochterunternehmen RTL Klub. Verschärfend komme hinzu, dass sich der Steuersatz auf den Umsatz beziehe und nicht auf den Gewinn. Die neue Steuer war im Sommer von der rechtskonservativen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban eingeführt worden. Kleine lokale Anbieter müssen nur wenig bis nichts zahlen.
„Wir halten die Höhe der Besteuerung für unverhältnismäßig.“
Andreas Meier
Die ungarische Regierung werde die Werbesteuer nötigenfalls auch vor den Brüsseler Institutionen verteidigen, erklärte die ungarische Regierungssprecherin Eva Kurucz. "Die Werbesteuer ist eine Frage der gerechten Lastenverteilung", sagte sie der amtlichen Nachrichtenagentur MTI. "Es ist dies nicht das erste Mal, dass gewisse wirtschaftliche Akteure auf die Regierung Druck ausüben wollen."
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