RTL-Group-Bilanz 2013 Operativer Rekordgewinn trotz Umsatzrückgang

Donnerstag, 06. März 2014
Der Umsatz der RTL Group blieb 2013 klar unter der 6-Milliarden-Marke
Der Umsatz der RTL Group blieb 2013 klar unter der 6-Milliarden-Marke


Nachdem vergangene Woche bereits Pro Sieben Sat 1 mit einem Rekordergebnis aufwarten konnte, hat nun auch die RTL Group ihre Bilanz für 2013 vorgestellt. Die Zahlen sind auf den ersten Blick beeindruckend - so stieg das operative Ergebnis vor Steuern (EBITA) um 6,9 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 37,4 Prozent auf 948 Millionen. Allerdings ist auch in Luxemburg nicht alles Gold was glänzt: Der Umsatz des Konzerns sank im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf nun 5,89 Milliarden Euro. Der wichtigste Treiber der RTL Group bleibt die Mediengruppe RTL Deutschland. Erstmals kletterte das EBITA der deutschen RTL-Gruppe auf über 600 Millionen Euro - das bislang beste Finanzergebnis vor Steuern. Grund dafür seien "höhere Werbeeinnahmen bei anhaltender Kostendisziplin", sagt Co-CEO Anke Schäferkordt. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2012 um 1,1 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro.

Dass es insgesamt aber einen Umsatzrückgang gab, führt die RTL Group auf Wechselkurseffekte und auf schwächere Zahlen von Freemantle Media zurück - der Umsatz des Produktionsarms sank von 1,71 Milliarden Euro in 2012 auf nur noch 1,53 Milliarden. Einen Großteil davon machen Umsatzrückgänge in Deutschland aus. Das EBITA blieb mit 136 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (138 Millionen) stabil.

Gewachsen ist neben der Mediengruppe RTL Deutschland auch RTL Nederland, während das EBITA der Groupe M6 in Frankreich zurückging. Im Verhältnis zum schwierigen französischen Markt habe sich Groupe M6 aber gut gehalten, kommentiert Co-CEO Guillaume de Posch die Entwicklung der Sendergruppe.

Zudem entwickele sich der Digitalbereich, der bei der RTL Group zwischen 3 und 4 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, dynamisch - dank organischem Wachstum und Neuerwerbungen in 2013 stieg der Umsatz in diesem Bereich um 26 Prozent auf 236 Millionen Euro. Schäferkordt betont dabei, dass die RTL Group E-Commerce anders als manche Mitbewerber nicht zum Digitalen dazu zählt.

Für das laufende Jahr ist die RTL Group verhalten optimistisch und hofft, dass sich die europäischen Volkswirtschaften weiter erholen werden. Das habe sich bereits im zweiten Halbjahr 2013 angedeutet. Ingesamt geht der Konzern von einem stabilen Umsatz und von einem weitgehend stabilen EBITA aus - bei unverändertem Kosolidierungskreis und stabilen Wechselkursen.

Die positive Bilanz macht sich auch für die Aktionäre bemerkbar: Insgesamt zahlt die RTL Group eine Dividende von 7 Euro pro Aktie für das vergangene Geschäftsjahr. 2013 hatte sich der Mehrheitseigner Bertelsmann von 27,5 Millionen Aktien getrennt und hält nun noch 75,1 Prozent der Anteile des TV-Konzerns. Bertelsmann stellt seine Jahresbilanz Ende März vor. fam
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