RBB-Intendanz Annette Dittert und Susanne Pfab wollen Dagmar Reim beerben

Donnerstag, 21. Januar 2016
Der RBB sucht nach einem Intendanten
Der RBB sucht nach einem Intendanten
Foto: dfv

Mehrfach fiel bei der jüngsten Sitzung des RBB-Rundfunkrats der Begriff „Intendanten- Kronprinzessin“. Doch niemand wollte den Eindruck wecken, Programmchefin Claudia Nothelle sei als Nachfolgerin für die Ende Juni scheidende Intendantin Dagmar Reim gesetzt. Schon deshalb beschlossen die Gremienmitglieder am 3. Dezember, in der Stellenausschreibung nicht zu überschwänglich zu betonen, dass Bewerbungen von Frauen erwünscht sind: Statt „äußerst erwünscht“ wie beim letzten Mal steht in der Anzeige diesmal nur „ausdrücklich erwünscht“.
Von dieser Diskussion abschrecken ließ sich offensichtlich MDR-Chefredakteur Stefan Raue. Zwar wurde er aus Politikerkreisen gefragt, beworben hat er sich jedoch nicht. Anders Annette Dittert, die zwar niemand auf dem Schirm hatte. Die Hajo-Friedrichs-Preisträgerin bestätigt jedoch, sich beworben zu haben. Für die fließend polnisch sprechende NDR-Journalistin, zuletzt London-Korrespondentin, wäre das die Rückkehr zu ihren Berliner Wurzeln.
Der RBB sucht nach einem Intendanten
Der RBB sucht nach einem Intendanten (Bild: dfv)
Mit den Worten „alles hat seine Zeit“, ein Bonmot der scheidenden Intendantin, wiegelt Susanne Pfab Fragen nach ihrem bekannt großen Interesse für den Posten ab. Zwar ist sie erst seit einem Jahr ARD-Generalsekretärin, von Haus aus Juristin und ohne Programmerfahrung. Dennoch gilt sie jenen, die Nothelle wegen der offensichtlichen Programmschwächen des RBB verhindern wollen, als die wahre Intendanten-Kronprinzessin. Am 5. Februar will der Rundfunkrat die Findungskommission besetzen und entscheiden, wie viele Kandidaten sie vorschlagen soll. Die Wahl könnte dann am 7. April stattfinden. usi
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