"Quizduell" Server brachen wohl wegen Überlastung zusammen

Donnerstag, 15. Mai 2014
Jörg Pilawa nimmt die Situation weiter mit Humor (Foto: ARD)
Jörg Pilawa nimmt die Situation weiter mit Humor (Foto: ARD)


Die ARD macht bei der Suche nach den Ursachen für die technischen Probleme bei der Vorabendshow "Quizduell" Fortschritte. Offenbar war doch kein Hacker-Angriff Schuld an dem Zusammenbruch der Server, sondern eine System-Überlastung. Jörg Pilawa zeigte sich am Mittwoch aber zuversichtlich, dass man die App bis zur nächsten Woche zum Laufen bringe.
Beim Start der ersten Live-Sendung am Montag sei es zu einer "massiven System-Überlastung" gekommen, der die Technik nicht Stand gehalten habe, teilte Das Erste am Donnerstag mit. Da es im Vorfeld Drohungen von Hackern gegeben hatte, die TV-Version der Quizduell-App anzugreifen, vermutete man zunächst eine erfolgreiche Attacke auf die Systeme der Sendung. "Diese Aktivitäten waren aber wahrscheinlich nicht ausschlaggebend für den Ausfall der App", so Das Erste.

Wahrscheinlich hatte die System-Überlastung hausgemachte Gründe: So sollte die TV-App neben den reinen Abstimmungsergebnissen zusätzliche Informationen liefern, zum Beispiel aus welchem Bundesland die meisten richtigen Antworten kommen. "Wir wollten zum Beispiel wissen: Sind die Leute in Sachsen schlauer als die Leute in Hamburg? Sind die Frauen möglicherweise viel cleverer als die Männer? Wissen die Alten möglicherweise mehr bei Geschichtsfragen als die Jungen? Das wollten wir alles - und das war zu viel. Da haben die Server platt gemacht", erklärte Jörg Pilawa in der Sendung am Mittwoch.

Der Moderator gab sich aber optimistisch, dass die App in der kommenden Woche wieder einsatzfähig ist und bot dem Publikum sogar eine Wette an: "Wetten, dass wir es schaffen, eine App-fähige Spielvariante vom 'Quizduell' auf den Schirm zu bringen? Wenn wir das in der kommenden Woche nicht schaffen, wette ich, dass ich eine Gastrolle in der 'Verbotenen Liebe' übernehme", scherzte Pilawa.

Die App werde aber erst an den Start gehen, wenn alle technischen Fragen geklärt sind und die App einem erneuten Belastungstest unterzogen wurde, betont der Sender. Sollten Das Erste und die Produktionsfirma ITV die App bis Anfang kommender Woche zum Laufen bringen, hätte man immerhin noch zwei Wochen Zeit, die Sendung mit dem ursprünglich geplanten interaktiven Konzept ausgiebig zu testen. dh
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