Bündnis gegen Google Britische Tageszeitungen prüfen Vermarktungsallianz

Dienstag, 09. August 2016
Auch in Großbritannien kämpfen viele Zeitungen mit rückläufigen Auflagen
Auch in Großbritannien kämpfen viele Zeitungen mit rückläufigen Auflagen
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Gemeinsam gegen Google, Facebook & Co.: In Großbritannien erwägen vier große Tageszeitungen eine gemeinsame Vermarktung. Auch in England sind die Erlöse der meisten Zeitungen aus Vertrieb und Vermarktung rückläufig. Mit dem Schulterschluss wollen die Titel nun den Internetgiganten Paroli bieten.
Die Zeitungen "The Sun", " The Guardian", "The Daily Mail" und "The Times" haben angekündigt, mit einer Machbarkeitsstudie eine gemeinsame Vermarktung zu prüfen. "Die Zeitungsbranche war untereinander zu kompetitiv", sagte Steven Booth von der Bertungsfirma MC&C, die mit der Durchführung der Studie beauftragt wurde, dem britischen Wirtschaftsblatt "City A.M.". Die Zeitungen würden ihrer offensichtlichen Konkurrenz aus dem Internet besser entgegentreten können, wenn sie zusammenarbeiten würden. Die Zeitungen, die nun bei dem Projekt namens "Juno" zusammenarbeiten, kommen aus sehr unterschiedlichen publizistischen Richtungen: "The Times", gegründet 1785 ist eine konservative Institution, "The Guardian", der mit der Aufdeckung der NSA-Affäre 2013 weltweit für Aufsehen gesorgt hatte, ist liberal ausgerichtet. "The Sun" und "The Daily Mail" sind klassische Boulevardblätter.
Guardian Pangaea
Bild: Screenshot Guardian.co.uk

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