Programmzeitschriften Klambt will weitere Titel auf den Markt bringen

Montag, 19. Mai 2014
"Werden noch jahrelang Gewinne erzielen": Verleger Lars Rose
"Werden noch jahrelang Gewinne erzielen": Verleger Lars Rose


Noch hat die Mediengruppe Klambt mit der Integration der zehn von Axel Springer und der Funke Mediengruppe übernommen Programmzeitschriften alle Hände voll zu tun, doch Verleger Lars Rose schmiedet bereit neue Pläne: Der mittelständische Verlag will weitere TV-Titel auf den Markt bringen.
"Wir haben Lust, uns als wirklich neuer Anbieter von Programmzeitschriften zu positionieren, und werden neue Fernsehtitel auf den Markt bringen", kündigt Rose in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag an. Man werde sich mehr an jüngere Zielgruppen heranwagen und im Digitalbereich stärker Fuß fassen.

Der Verlag hat zum 1. Mai acht Programmzeitschriften von Axel Springer und der Funke Mediengruppe übernommen und ist damit nach der Bauer Media Group und Funke mit einem Schlag zum drittgrößten Anbieter von Programmzeitschriften in Deutschland geworden. Der Verkauf der Titel war eine Bedingung des Bundeskartellamtes für den Verkauf der Programmies "Hörzu" und "TV Digital", der Regionalzeitungen "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" und der zwei Frauenmagazine "Bild der Frau" und "Frau von Heute" von Axel Springer an Funke.

Im Gegensatz zu dem börsennotierten Medienkonzern Axel Springer, der sich auf den wachstumsstarken Digitalmarkt konzentriert, verspricht sich Klambt trotz sinkender Auflagen noch viele Jahre gute Gewinne von den nun erworbenen Programmies. Verleger Rose rechnet auch weiterhin mit zweistelligen Renditen: "Viele Programmzeitschriften haben rückläufige Auflagen. Aber wir arbeiten als Mittelständler mit niedrigeren Kosten, als Axel Springer das gemacht hat", betont Rose. In "sieben bis acht Jahren" werde man die Verbindlichkeiten aus dem Kauf komplett zurückgezahlt haben, "und dann werden wir noch jahrelang Gewinne mit den neuen Zeitschriften erzielen".

Diese sollen in neue Titel und digitale Angebote investiert werden. Im vergangenen Jahr erzielte die Mediengruppe Klambt einen Umsatz in Höhe von 75 Millionen Euro und machte etwa 2 Millionen Euro Gewinn. Die jetzt zugekauften Titel kommen zusammen auf einen Umsatz in Höhe von rund 40 Millionen Euro. dh
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