Programmatic Advertising Sociomantic will per Algorithmus automatisierten Werbehandel verbessern

Dienstag, 06. Oktober 2015
Sociomantic wurde 2009 in Berlin gegründet
Sociomantic wurde 2009 in Berlin gegründet
Foto: Sociomantic

Klickbetrug, Viewability und Transparenz treiben die Werbebranche um, seit der automatisierte Handel mit Werbeinventar an Bedeutung zunimmt. Der Onlinewerbe-Dienstleister Sociomantic will nun mit einem eigens entwickelten Algorithmus namens Supply Quality Index (SQX) für mehr Qualität im Programmatic Buying sorgen.
Dafür nutzt die Tochter des britischen Unternehmens Dunnhumby die Daten, die sie aus ihrem Anschluss an Adserver und mehr als 40 Supply-Side-Plattformen generiert. Letztere leiten den Online-Traffic von Publishern an so genannte Demand-Side-Plattformen zum Verkauf weiter. Sociomantic agiert als eine solche DSP und kann von Werbungtreibenden für programmatisches Media Buying und Real Time Bidding genutzt werden. Mehr als 2000 Kunden in über 70 Ländern machen unternehmensangaben zufolge bereits von der Sociomantic-Technologie Gebrauch. Die Qualitätsstandards, nach denen SSPs mit dem SQX beurteilt werden, basieren auf drei Kriterien. Dazu gehört etwa, ob man anhand der übermittelten Daten nachvollziehen kann, wohin das Geld des Kunden fließt. Außerdem werden Fluktuationen in den Preisen für Impressions und der Qualität des zu verkaufenden Inventars gemessen. Auf Basis dieser Faktoren wird ein Score für jeden Supplier errechnet, der mit der Zahl der Gebote für sein Inventar multipliziert wird.

"Durch ausführliche Datenanalysen konnten wir Muster in der Qualität von SSPs aufdecken", sagt Alexander Reinhold, Sociomantics Head of Global Supply. "Wir haben große Fluktuationen auf drei Ebenen beobachtet: Transparenz, Performance und Inventarqualität. Deshalb haben wir den Supply Quality Index entwickelt." Reinholds Hoffnung: Dadurch, dass die Performance von Ad Exchanges und SSPs transparenter werde, sie zu besserer Qualität im Sinne der Kunden anzuspornen. ire
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