Programmatic Advertising BVDW: Ein Drittel des Inventars wird in Echtzeit gehandelt

Donnerstag, 02. Juni 2016
Programmatic Advertising ist auf dem Vormarsch
Programmatic Advertising ist auf dem Vormarsch
Foto: Fotolia/dfv

Rund ein Drittel des digitalen Werbeinventars wird hierzulande bereits programmatisch gehandelt. Das entspricht rund 566 Millionen Euro. Diese Schätzung stammt von der Fokusgruppe Programmatic Advertising im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), die damit erstmals eine offzielle Kennzahl kommunziert.

"Als BVDW wollen wir eine Kennzahl kommunizieren, die den Markt adäquat abbildet, und damit mehr Transparenz und Klarheit schaffen", sagt Eric Hall, stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe und hauptberuflich DACH-Geschäftsführer von Pubmatic, einer Sell-Side-Platform (SSP), über die das Inventar der Publisher den Demand-Side-Platforms von Kunden und Agenturen angeboten wird.

In der halben Milliarde programmatischen Inventars enthalten sind Mobile-, Display- und Videoumsätze – und zwar aller Marktpartner, wie Hall betont, also auch von Google und Facebook: "Es ist eine Hochrechnung für den Gesamtmarkt."

Da der BVDW auch rückwirkend für die Jahre 2014 und 2015 Zahlen ermittelt hat, sieht man deutlich, mit welcher Dynamik Programmatic Advertising sich entwickelt. Die anfängliche Unsicherheit auf Vermarkterseite und die Sorge, dass der automatisierte Handel zu einem massiven Preisverfall führen könnte, scheinen vorbei. "Die meisten Vermarkter haben mittlerweile eine programmatische Lösung und auch die Demand-Seite ist breiter aufgestellt", sagt Hall. Er geht davon aus, dass das weitere Wachstum, das der BVDW in diesem Jahr erneut auf rund 45 Prozent schätzt, vor allem von Mobile getrieben sein wird. pap

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