Prognose für Deutschland Mobile Werbeausgaben werden sich bis 2019 verdreifachen

Montag, 16. Oktober 2017
Mobile Werbung legt zu
Mobile Werbung legt zu
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Publicis Groupe S.A.


Die Zukunft der Digital-Werbung ist vor allem eines - mobil. Das zeigt eine aktuelle Studie von Zenith. In seinem Mobile Advertising Forecast sagt das globale Medianetwork aus der Publicis Groupe der mobilen Werbung abermals ein rasantes Wachstum voraus - auch in Deutschland. Desktop-Werbung verliert dagegen weiter an Bedeutung.
Dass die Unternehmen in diesem Jahr netto erstmals mehr Geld für Mobile- als für Desktop-Werbung ausgeben werden, hatte Zenith bereits vor einem Jahr prognostiziert. Jetzt unterfüttert das Medianetwork seine Vorhersage mit weiterem Zahlenmaterial. So soll der weltweite Anteil der Digital-Spendings, die in mobile Internet-Anzeigen fließen, in diesem Jahr auf 53 Prozent steigen.

Entwicklung mobiler Werbespendings in Deutschland

JahrAusgaben in Mio. €Anteil an Spendings in %
20174832,4
20187363,6
201911165,3
Quelle: Zenith

Glaubt man Zenith, dann wird sich der Abstand zwischen Mobile und Desktop in den kommenden Jahren weiter vergrößern. Im Jahr 2018 soll der für Mobile aufgewendete Anteil der Digital-Spendings noch einmal deutlich auf dann 59 Prozent klettern. Im Jahr 2019 werden die Werbungtreibenden laut Zenith weltweit 156 Milliarden US-Dollar netto in mobile Kampagnen investieren. Der Anteil an den Digital-Spendings soll dann bei 62 Prozent liegen, der am gesamten Werbekuchen bei 26 Prozent.

Deutschland spielt, was mobile Werbung angeht, allerdings noch in der zweiten Liga. Laut den Zenith-Zahlen, die HORIZONT Online vorliegen, fließen hierzulande in diesem Jahr lediglich 483 Millionen Euro netto in den Kanal. Der Anteil von Mobile an den Spendings beläuft sich damit auf lediglich 2,4 Prozent. In den Jahren 2018 (Ausgaben: 736 Millionen Euro / Anteil an Spendings: 3,6 Prozent) und 2019 (1,16 Milliarden Euro / 5,3 Prozent) wird sich das auch nicht wesentlich ändern. 

Dass Deutschland in Sachen Mobile der weltweiten Entwicklung hinterher rennt, könnte mit der vergleichsweise ausbaufähigen Smartphone-Verbreitung zusammenhängen. Zwar wird diese im kommenden Jahr auf 81 Prozent steigen. Doch in anderen Märkten wie etwa den Niederlanden (94  Prozent), Taiwan (93  Prozent), Hongkong (92  Prozent), Norwegen und Irland (jeweils 91  Prozent) ist sie deutlich höher. 

Dazu passen auch die Zahlen zur mobilen Internetnutzung. Während im kommenden Jahr weltweit 73  Prozent der Internetnutzung über mobile Endgeräte erfolgen wird, soll der Anteil in Deutschland lediglich bei 69 Prozent liegen. mas
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