Pro Sieben Sat 1 Verivox übernimmt Aboalarm

Freitag, 10. November 2017
Bernd Storm van’s Gravesande ist Co-Gründer von Aboalamr
Bernd Storm van’s Gravesande ist Co-Gründer von Aboalamr
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Pro Sieben Sat 1 tätigt eine weitere Übernahme im Digitalbereich: Über seine Tochter Verivox erwirbt der Medienkonzern sämtliche Anteile von Aboalarm, einem Kündigungsservice für Verbraucherverträge. Die Transaktion soll im kommenden Januar abgeschlossen sein, ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
Indem Aboalarm bei Verivox andockt, könne das Vergleichsportal, an dem Pro Sieben Sat 1 eine Mehrheitsbeteiligung hält, sein Portfolio um den Service Online-Kündigung erweitern. Damit könnten Kunden ihre Online-Verträge aus einer Hand verwalten, wie die Unterföhringer mitteilen. Aboalarm wurde 2008 gegründet und hat inzwischen einen Marktanteil von 80 Prozent, zudem verzeichnet das Unternehmen "ein hohes zweistelliges jährliches Wachstum". Seit Gründung wurden über Aboalarm mehr als fünf Millionen Kündigungen abgewickelt. Damit komplettiere Aboalarm "die Verivox Services und Produkte zum einen hervorragend, zum anderen unterstreicht dieser Erwerb unser Ziel, das digitale Beteiligungsportfolio von ProSiebenSat.1 strategisch und wachstumsorientiert zu erweitern", sagt Claas van Delden, COO Ventures & Commerce von Pro Sieben Sat 1.

Die beiden Gründer Bernd Storm van’s Gravesande und Stefan Neubig sollen nach der Übernahme jeweils in verschiedenen Rollen tätig bleiben: van's Gravesande wird Aboalarm die Geschäfte weiterführen, während Neubig eine beratende Funktion einnehmen soll. "Wir werden gemeinsam daran arbeiten, die Bekanntheit der Marke Aboalarm durch die Media Power von Pro Sieben Sat 1 zu steigern und mit Lösungen wie Finlytics neue Geschäftsfelder zu erschließen", so van’s Gravesande.

Das Segment Digital Ventures & Commerce von Pro Sieben Sat 1, zu dem Verivox gehört, bereitet dem Medienkonzern im Gegensatz zum klassischen TV-Geschäft aktuell noch Freude. Im vergangenen Quartal wuchs der Außenumsatz in diesem Bereich um 25 Prozent. Stärkste Treiber hierfür waren allerdings die Online-Dating-Portale Parship und ElitePartner, der Gesundheitsprodukte-Anbieter WindStar sowie die Lifestyle-Plattformen Flaconi und Amorelie. ire
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