Pro Sieben Sat 1 KKR und Permira verkaufen 25 Millionen Aktien

Mittwoch, 04. September 2013
Der Ausstieg von KKR und Permira bei Pro Sieben Sat 1 schreitet voran
Der Ausstieg von KKR und Permira bei Pro Sieben Sat 1 schreitet voran


Der Ausstieg von KKR und Permira bei Pro Sieben Sat 1 über die Börse ist einen weiteren Schritt vorangekommen: Die von den beiden Finanzinvestoren kontrollierte Lavena Holding beabsichtigt den Verkauf von 25 Millionen Aktien an institutionelle Investoren. Das so genannte Bookbuilding-Verfahren startet sofort. Dass die Papiere an der Börse gehandelt werden dürfen, war erst durch die Umwandlung der Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien möglich geworden. Die Hauptversammlung von P7S1 hat diesem Schritt Ende Juli zugestimmt. Nach der Zusammenlegung der Aktiengattungen hielt die Lavena Holding noch 44 Prozent an dem Medienkonzern, nach der Transaktion sollen es noch 33 Prozent sein.

Der nun geplante Aktienverkauf sei "ein weiterer Schritt im sukzessiven Ausstieg der früheren Mehrheitseigner", wie es in einer Lavena-Mitteilung heißt. Laut Nachrichtenagentur Reuters hat das Paket an der Börse einen Wert von 800 Millionen Euro, solle aber Insidern zufolge für gut 775 Millionen Euro verkauft werden. Die Netto-Erlöse aus der Transaktion will die Lavena Holding zur Schuldenrückzahlung nutzen.

Zuvor war die Suche der Finanzinvestoren nach einem strategischen Investor erfolglos geblieben. Grund war der Marktwert von P7S1 von gut sieben Milliarden Euro. "Wir sind ein Stück weit Opfer unseres eigenen Erfolgs", sagte Permira-Manager Götz Mäuser in einem "Spiegel"-Interview. Er sehe kein deutsches Medienunternehmen, dass in der Lage wäre, ein entsprechendes Angebot auf den Tisch zu legen. ire
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