Pro Sieben Sat 1 Hauptversammlung nickt Umwandlung der Aktien ab

Dienstag, 23. Juli 2013
Mit der Umwandlung werden alle Aktien zum Börsenhandel zugelassen
Mit der Umwandlung werden alle Aktien zum Börsenhandel zugelassen


Die Hauptversammlung von Pro Sieben Sat 1 hat den Weg zu einer Umwandlung der Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien freigemacht. Damit sind künftig alle Stammaktien zum Börsenhandel zugelassen. Mit der Umwandlung bereiten die Mehrheitsaktionäre KKR und Permira ihren Ausstieg aus dem Unternehmen vor.
Götz Mäuser, Partner der Finanzinvestors Permira, hatte erst kürzlich bestätigt, dass die beiden Mehrheitseigner ihre Anteile an die Börse bringen wollen: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir den größten Wert für unsere Investoren wohl mit einem Ausstieg über die Börse erzielen", sagte der Manager dem "Spiegel".

Die beiden Finanzinvestoren halten seit 2006 die Mehrheit an dem TV-Konzern. Der aktuelle Marktwert von Pro Sieben Sat 1 von mehr als sieben Milliarden Euro hatten die Pläne für einen Weiterverkauf des Unternehmens zunichte gemacht. "Wir sind ein Stück weit Opfer unseres eigenen Erfolgs", sagte Mäuser dem "Spiegel". Er sehe kein deutsches Medienunternehmen, dass in der Lage wäre, ein entsprechendes Angebot auf den Tisch zu legen.

Mit der Umwandlung sämtlicher Aktien in stimmberechtigte Stammaktien werden nun sämtliche Papiere zum Börsenhandel zugelassen. Die Zustimmung der Hauptversammlung lag bei 100 Prozent, die der Vorzugsaktionäre bei 99,86 Prozent. Versüßt wird den Aktionären die Umwandlung mit einer üppigen Dividende: Die Hauptversammlung beschloss die Ausschüttung von 5,65 Euro je Vorzugsaktie und 5,63 Euro je Stammaktie. Insgesamt schüttet das Unternehmen rund 1,2 Milliarden Euro an die Aktionäre aus - der Löwenanteil fließt an KKR und Permira. dh
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