Pressevertrieb Frank Nolte glaubt an Einigung mit Verlagen

Dienstag, 12. September 2017
Frank Nolte im Interview mit Peter Turi
Frank Nolte im Interview mit Peter Turi
© HORIZONT / Turi2

Presse-Grosso-Chef Frank Nolte ist optimistisch, den Streit mit den Verlagen über die Handelsspannen bald beilegen zu können. "Ich glaube fest daran, dass es eine Einigung gibt", sagt der Präsident des Bundesverbands Presse-Grosso im Video-Interview mit HORIZONT und Turi2. Viel Spielraum gebe es aber nicht. Das Sparpotenzial bei den Grossisten sei ausgereizt.
"Wir müssen seit Jahren mit einem strukturellen Absatz- und Umsatzminus leben", betont Nolte im Interview. Die Branche befinde sich daher in einem Konsolidierungsprozess. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Pressegroßhändler von etwa 100 auf knapp die Hälfte gesunken, in fünf Jahren könnten es nur noch 20 sein, sagt Nolte. Große Sparpotenziale gebe es nicht mehr. "Wir haben alle Ecken ausgekehrt." Im Streit mit den Verlagen glaubt der Verbandschef an eine baldige Einigung. "Die Gespräche laufen konstruktiv", betont Nolte. Die kurzfristige Absage einiger großer Verlage, an der Jahrestagung des Verbands teilzunehmen, sei ein "Druckmittel" der Verlage. Er glaube fest an eine Einigung: "Wir bieten eine unschlagbare Leistung zu einem sehr günstigen Preis." HOR
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