Presse-Einzelhandel Supermärkte und Tankstellen fangen Kiosk-Sterben nicht auf

Donnerstag, 07. Januar 2016
Die Anzahl der Presseverkaufsstellen sinkt
Die Anzahl der Presseverkaufsstellen sinkt
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Supermarkt Presseverkaufsstelle Presse-Grosso


Der Weg zu Print wird erneut länger: Die Zahl der Presseverkaufsstellen in Deutschland sinkt weiter. 110.776 Kioske, Supermärkte und andere Läden wurden im vergangenen Jahr von den Grossisten mit Presse beliefert – das sind 2,3 Prozent weniger als 2014.

Laut der vom Bundesverband Presse-Grosso veröffentlichten Einzelhandelsstrukturanalyse 2015 (Ehastra) verzeichnen die Drogeriemärkte den größten Zuwachs (um 117 auf nun 1.151 Läden). Es folgen die großen Supermärkte mit einem Plus von 106 und die großen Tankstellen mit einem Zuwachs von 46 Stellen. Bäckereien (minus 673 Shops) verbuchen den größten absoluten Rückgang, vor Kiosken (minus 433), Pressefachgeschäften (minus 425) und kleinen Lebensmittelgeschäften (minus 319).

Dabei ist die wirtschaftliche Relevanz der einzelnen Geschäftsarten sehr unterschiedlich. Die Pressefachgeschäfte mit einem Verkaufsstellen-Anteil von 11,4 Prozent erwirtschaften 22,8 Prozent des gesamten Presseumsatzes in Deutschland. Supermärkte erlösen mit einem Anteil von 13,5 Prozent immerhin 25,2 Prozent des Umsatzes. Und während Bäckereien 25 Prozent aller Presse-Verkaufsstellen ausmachen, beträgt ihr Umsatzanteil lediglich 7 Prozent.

Die durchschnittliche Presse-Präsentationsfläche ist um 5 Zentimeter gestiegen, die Sortimentsbreite um 1,2 auf 229 Titel. Damit ist die Fläche je Objekt („Schuppungsgrad“) mit im Schnitt 10,65 Zentimetern fast konstant geblieben (2014: 10,68). Die Erhebung fand in der Kalenderwoche 39/2015 statt. Der Bahnhofsbuch- und -pressehandel ist in der Ehastra nicht berücksichtigt; er wird nicht vom Grosso beliefert, sondern direkt von den Verlagen. rp

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