Preiserhöhung Axel Springer lässt "Bild"-Leser tiefer in die Tasche greifen

Dienstag, 29. April 2014
Springer erhöht bei zahlreichen Regionalausgaben der "Bild"-Zeitung die Preise
Springer erhöht bei zahlreichen Regionalausgaben der "Bild"-Zeitung die Preise


Für Axel Springers "Bild" geht es nach oben - zumindest, was den Copypreis betrifft. Um 10 Cent werden zahlreiche Regionalausgaben teurer und kosten ab kommenden Montag, 5. Mai, unter anderem in Hamburg, Frankfurt und Köln dann 80 statt 70 Cent. Im Osten bleiben die Preise unverändert.
Konkret betrifft die aktuelle Preiserhöhung die "Bild"-Ausgaben in Hannover, Frankfurt am Main, Ost- und Südwestfalen, Nürnberg, im Münsterland, im Gebiet Ruhr-Ost und -West, in Düsseldorf und Köln, Aachen, Saarland, Bremen, Mainz-Wiesbaden, die Rhein-Neckar-Ausgaben, Stuttgart sowie Hamburg. Der Osten Deutschlands ist dagegen zunächst außen vor: Hier bleibt der Verkaufspreis von 60 Cent unverändert. Für die "Bild" in Berlin und Brandenburg, die übrigen Regionalausgaben sowie die Bundesausgabe muss der Leser weiterhin "nur" 70 Cent bezahlen.

Dass Springer regelmäßig an der Preisschraube dreht, um die Auflagenverluste seines Flaggschiffs "Bild" einigermaßen kompensieren zu können, ist nicht neu. Seit dem Jahr 2000, als das Blatt noch 70 Pfennig kostete, kletterten die Preise schon mehrmals nach oben. Auch die nun betroffenen Ausgaben waren erst 2011 bereits um 10 Cent teurer geworden.

Parallel zu den Preiserhöhungen geht die verkaufte Auflage der "Bild" immer weiter zurück. Für die Frankfurt-Ausgabe beispielsweise, für die künftig 80 Cent fällig werden, verzeichnet die IVW im 1. Quartal dieses Jahres 102.233 verkaufte Exemplare - rund 17,7 Prozent weniger als im Jahr der letzten Preiserhöhung 2011 (I/2011: 124.196 Stück).

Auch die Auflage der Gesamtausgabe, die Springer mittlerweile gemeinsam mit der des Boulevard-Blattes "B.Z." ausweist, ging im Vergleich zum 1. Quartal 2011 um rund 18 Prozent zurück und liegt aktuell bei 213.267 verkauften Exemplaren. kl
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