Podolski als Flüchtling Auswärtiges Amt macht sich über Breitbart.com lustig

Montag, 21. August 2017
Breitbart.com illustrierte einen Bericht über Flüchtlinge mit einem Bild von Lukas Podolski
Breitbart.com illustrierte einen Bericht über Flüchtlinge mit einem Bild von Lukas Podolski
© Breitbart.com

Per Jetski zum Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt? Ein Foto von Lukas Podolski auf der Facebook-Seite des deutschen Außenministeriums ist ein kräftiger Seitenhieb auf den jüngsten Fauxpas einer erzkonservativen US-Internetseite.

Das Auswärtige Amt hat sich auf Facebook über das rechtsgerichtete US-Internetportal Breitbart.com wegen eines falsch verwendeten Fotos von Lukas Podolski lustig gemacht. Der britische Ableger der Seite hatte einen Bericht über Schleuserkriminalität in Spanien fälschlicherweise mit einem Foto des Fußballprofis auf einem Jetski bebildert. Das Auswärtige Amt nutzt das Bild nun auf Facebook für seine Einladung zum Tag der offenen Tür.

Das Außenministerium erklärt zunächst, wann und in welchem Zusammenhang das Foto entstanden ist. Dann heißt es: "Falls sie zum Tag der offenen Tür mit dem Jetski kommen möchten: bitte benutzen Sie die Anlegestelle Fischerinsel."

Podolski Breitbart
Bild: Breitbart.com

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Auf dem Bild sitzt der Kölner Podolski breit lächelnd und mit zum Victory-Zeichen gespreizten Fingern als Beifahrer auf einem Jetski. Das Bild war im Sommer 2014 kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft entstanden. Breitbart.com hatte das Foto am Freitag für einen Bericht über eine Gruppe von Schleusern genutzt, die Flüchtlinge per Jetski nach Spanien gebracht haben sollen.

Erst am Sonntag hatte der britische Ableger der Seite von Stephen Bannon, dem ehemaligen Berater von US-Präsident Donald Trump, das Foto ausgetauscht und in einer "Anmerkung der Redaktion" erklärt: "Es gibt keine Beweise, dass Herr Podolski ein Mitglied einer Schleuserbande oder ein Opfer des Menschenhandels ist."

Der 32-jährige Profifußballer will sich die Verwendung seines Fotos nicht gefallen lassen. Wie sein Berater der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, schaltete Podolski einen Anwalt ein. dpa

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