Plan W "Süddeutsche Zeitung" bringt neues Wirtschaftsmagazin für Frauen an den Start

Freitag, 12. Juni 2015
"Plan W" erscheint erstmals am Samstag, 13. Juni
"Plan W" erscheint erstmals am Samstag, 13. Juni
Foto: Süddeutsche Zeitung

"Plan W - Frauen verändern Wirtschaft" heißt ein neues Supplement, das am 13. Juni erstmals der "Süddeutschen Zeitung" beiliegt. Das Magazin, das in einer Auflage von 460.000 Exemplaren erscheint und künftig vierteljährlich aufgelegt werden soll, richtet sich in erster Linie an eine weibliche Zielgruppe, die sich beruflich und persönlich weiterentwickeln will. Die Botschaft dahinter: Veränderung ist möglich.
Dieses Motto dürfte sich dabei nicht nur auf die jeweilige Lebenswirklichkeit der Leserinnen beziehen, sondern auch auf die allgemeine Situation von Frauen in der deutschen Wirtschaft. Nach wie vor wird häufig beklagt, dass Frauen viele Türen verschlossen bleiben, die Männern offen stehen. In diesen Zusammenhang fällt auch die Diskussion um eine Frauenquote für die Führungsebenen in Top-Unternehmen.
Das Cover der ersten Ausgabe von "Plan W"
Das Cover der ersten Ausgabe von "Plan W" (Bild: Süddeutsche Zeitung)
Mit der Einführung von "Plan W" will die "Süddeutsche" nicht nur Wirtschaft aus weiblicher Perspektive beleuchten, sondern den Leserinnen auch "Lust auf Gestaltung, Verantwortung und Erfolg machen", wie Redaktionsleiterin Alexandra Borchardt erklärt. "Wirtschaft berührt Frauen täglich – ob im Beruf, beim Einkauf, als Anlegerin oder Managerin des Haushaltsbudgets. Sie tätigen zwei Drittel des globalen Konsums. Als Arbeitnehmerinnen und Unternehmerinnen sind sie die stille Reserve der Weltwirtschaft. Dennoch fehlt es an weiblichem Einfluss in den Schaltzentralen der Macht. Bislang gelingt es Frauen noch nicht ausreichend, steigende Bildung, Qualifikation und Ambition in Positionen umzusetzen, an denen sie den Lauf der Welt maßgeblich mitgestalten können. Um dies zu schaffen, brauchen sie Partner und Vorbilder: in den Unternehmen und Regierungen, den Finanzinstitutionen und in ihren Familien", so Borchardt.

Interview mit Alexandra Borchardt, Redaktionsleiterin Plan W from Süddeutsche Zeitung on Vimeo.



Das Thema der ersten Ausgabe ist geschickt gewählt: Es geht um Macht, was sie mit Menschen anstellt, welche Chancen sie eröffnen kann und wie Frauen ihr in Alltag und Berufsleben begegnen und sie selbst ausüben können. Man könnte die Fokussierung auf Macht für eine männliche Perspektive halten, hat man dabei doch jene Alphatiere vor Augen, die nicht nur in den Dax-Unternehmen das Sagen haben. Gleichwohl kann man Macht auch unterschiedlich interpretieren und ausüben - und dabei könnte ein Perspektivwechsel, wie ihn "Plan W" anstrebt, durchaus inspirierend wirken.

„Als Arbeitnehmerinnen und Unternehmerinnen sind Frauen die stille Reserve der Weltwirtschaft.“
Alexandra Borchardt
Dieser Ansicht sind auch die "SZ"-Chefredakteur Kurt Kister und Wolfgang Krach: "Ein Magazin, in dessen Mittelpunkt im weitesten Sinne Frauen in der Wirtschaft stehen, hat nicht nur unseren Leserinnen viel zu sagen und zu erzählen, sondern auch unseren männlichen Lesern. Eine Zeitung ist im besten Fall für ihre Leser ein Teil der geistigen Heimat. 'Plan W' kann eine interessante Erweiterung dieser Heimat werden."

Das Magazin soll künftig vierteljährlich erscheinen. Außer als Beilage zum gedruckten Blatt soll "Plan W" auch über die "SZ"-Website und im digitalen Kiosk der Zeitung verfügbar sein. Das Heft ist der Wirtschaftsredaktion zugeordnet und entsteht in enger Abstimung mit den Ressortleitern Marc Beise und Urich Schäfer. Art Director ist Florian Gmach. Produktentwicklung und Objektleitung verantwortet Angela Kesselring, Leitung Süddeutsche Zeitung Publishing. ire
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