Pay-TV Sky will bis zu 100 Millionen Euro in eigene Serien investieren

Donnerstag, 24. März 2016
Carsten Schmidt, CEO von Sky Deutschland
Carsten Schmidt, CEO von Sky Deutschland
Foto: Sky/Andreas Hoffmann

Sky investiert verstärkt in eigene Inhalte. In den kommenden Jahren will der Pay-TV-Anbieter bis zu acht eigene Serien in Auftrag geben und nimmt dafür viel Geld in die Hand. Die Programmoffensive dürfte auch eine Antwort auf den Vormarsch von Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Instant Video sein.
"Wir wollen in den kommenden vier Jahren bis zu acht Eigenproduktionen in Deutschland realisieren", sagte Sky-Chef Carsten Schmidt der "Wirtschaftswoche". Bei geschätzten Kosten von bis zu 1,5 Millionen Euro pro Folge und durchschnittlich acht Episoden pro Serie könnten sich die Investitionen in eigene Inhalte auf knapp 100 Millionen Euro summieren, rechnet das Wirtschaftsmagazin vor. Der Pay-TV-Anbieter hatte bereits vor knapp drei Jahren angekündigt, eigene Serien produzieren zu wollen. im vergangenen Jahre hatte Sky mit der schwedisch-deutschen Serie "100 Code" seine erste Koproduktion ausgestrahlt. Die Resonanz auf die Serie hielt sich allerdings in Grenzen.

Mit den verstärkten Investitionen in das neue Königsgenre reagiert Sky auch auf den Vormarsch neuer Konkurrenten wie die Online-Streamingangebote Netflix und Amazon Prime Video. Beide Anbieter haben in den vergangenen Wochen eigene Produktionen speziell für den deutschen Markt angekündigt. Für Amazon inszeniert Schauspieler und Regisseur Matthias Schweighöfer die sechsteilige Serie "Wanted", in der das Leben eines Mannes durch einen Hacker-Angriff auf den Kopf gestellt wird. Netflix hat mit "Dark" eine zehnteilige Mysteryserie in Auftrag gegeben. Produziert wird die Familiensaga, in der es um das Verschwinden von zwei Kindern geht, von Wiedemann & Berg Televison, der Produktionsfirma der Macher des Oscar-gekrönten Kino-Hits "Das Leben der Anderen". dh
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