Pay-TV-Fusion BSkyB beauftragt Investmentbanken

Dienstag, 17. Juni 2014
Sky Deutschland Zentrale in Unterföhring
Sky Deutschland Zentrale in Unterföhring


Rupert Murdochs Plan aus seinen Pay-TV-Firmen einen europaweiten Konzern zu formen, nimmt Gestalt an. Seine BSkyB hat zwei Investmentbanken beauftragt, die Übernahme oder den Zusammenschluss mit den bei der Schwesterfirma 21st Century Fox gebündelten Pay-TV-Unternehmen vorzubereiten: Morgan Stanley und Barclays. Das berichtet der Branchendienst Advanced Television.
21st Century Fox hält 39 Prozent an BSkyB und über die Tochter Fox 100 Prozent an Sky Italia und 57 Prozent an Sky Deutschland. Mit einem Zusammenschluss oder einer Übernahme würde Murdoch einen internationalen Pay-TV-Konzern mit rund 20 Millionen Abonnenten schmieden. Vor allem mit Blick auf den Kauf teurer TV-Rechte ist der Deal spannend, der im Markt auf ein Volumen von rund 10 Milliarden Euro geschätzt wird.

Sollte BSkyB die Sky-Deutschland-Anteile übernehmen, müsste der Konzern den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Sky Deutschland erzielte 2013 erstmals in der über 20-jährigen Unternehmensgeschichte ein positives operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 35 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2013 zählte Sky Deutschland rund 3,67 Millionen direkte Abonnenten - eine Steigerung um 304.000 zahlende Kunden.

An der Spitze von Sky Deutschland steht seit April 2010 Brian Sullivan. Er war zuvor für BSkyB tätig und leitete dort alle mit Kundenbeziehung in Zusammenhang stehenden Bereiche. Er hat sich dort seinen Ruf als kreativer und operativ umtriebiger Kopf erarbeitet. Bei einem Zusammenschluss der Pay-TV-Aktivitäten könnte Sullivan eine tragende Rolle einnehmen. pap
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